Tier & Natur >  Pflanzen

Rosengewächse · Rosaceae
Gattungen:   Odermennig (Agrimonia) · Frauenmantel (Alchemilla) ·  Felsenbirne (Amelanchier) · Ackerfrauenmantel (Aphanes) ·  Geißbärte (Aruncus) ·  Zierquitte (Chaenomeles ) ·  Weißdorn (Crataegus) ·  Quitte (Cydonia) ·  Mädesüß (Filipendula) ·  Erdbeere (Fragaria) ·  Nelkenwurz (Geum) ·  Apfelbaum (Malus) ·  Fingerkraut (Potentilla) ·  Kirsche & Pflaume (Prunus/Cerasus) ·  Feuerdorn (Pyracantha) ·  Birnbaum (Pyrus) ·  Rose (Rosa) ·  Himbeere, Brombeere, Steinbeere, Moltebeere (Rubus) ·  Wiesenknopf (Sanguisorba) ·  Mehl- bzw. Vogelbeere (Sorbus) ·  Spierstrauch (Spiraea)

♣ Agrimonia ♠ A. eupatoria – Odermennig, Ackerkraut, Ackerblume

Agrimonia eupatoria   Agrimonia eupatoria

Agrimonia eupatoria   Agrimonia eupatoria

 

♣ Alchemilla ♠ A. vulgaris, Syn.: Alchemilla acutiloba – Frauenmantel

Alchemilla vulgaris

Alchemilla vulgaris   Alchemilla vulgaris

 

♣ Amelanchier ♠ A. lamarcckii – Felsenbirne   (Neophyt)

Amelanchier lamarcckii, knospend   Amelanchier lamarcckii, in Blüte

Amelanchier lamarcckii

Amelanchier lamarcckii   Amelanchier lamarcckii

Amelanchier lamarcckii
Die kleinen Früchte der Felsenbirne schmecken süß und sind auch bei Tauben und Kernbeißern begehrt!
Amelanchier lamarcckii

 

♣ Aphanes ♠ A. arvensis – Ackerfrauenmantel

Aphanes arvensis

 

♣ Aruncus ♠ A. dioicus – Wald-Geißbart

Aruncus dioicus   Aruncus dioicus

Geißbärte (Aruncus spec.) sind, wie das Art-Epitheton von Aruncus dioicus anzeigt, "zweihäusig" (diözisch) bzw. "zweihäusig getrenntgeschlechtig", es gibt also weibliche und männliche Pflanzen.

 

♣ Chaenomeles ♠ Ch. speciosa – Chinesische Zierquitte

Chaenomeles speciosa

 

♣ Crataegus ♠ C. – Weißdorn

 

♣ Cydonia ♠ C. oblonga – Quitte

Cydonia oblonga

 

♣ Filipendula ♠ F. ulmaria – Echtes Mädesüß

Filipendula ulmaria   Filipendula ulmaria

 

♣ Fragaria ♠ F. vesca – Wald-Erdbeere

Fragaria vesca

Fragaria vesca   Fragaria vesca

 

♣ Geum ♠ G. rivale – Bach-Nelkenwurz

Geum rivale

 

♣ Geum ♠ G. urbanum – Echte/Gemeine Nelkenwurz

Geum urbanum   Geum urbanum

Geum urbanum   Geum urbanum

 

♣ Malus ♠ M. (sylvestris) domestica – Apfel

Malus sylvestris domestica

 

 

♣ Potentilla ♠ P. anserina – Gänse-Fingerkraut

Potentilla anserina

Potentilla anserina   Potentilla anserina

Potentilla anserina

 

♣ Potentilla ♠ P. argentea – Silber-Fingerkraut

Potentilla argentea

 

♣ Potentilla ♠ P. erecta – Blutwurz, auch: Dilledapp, Durmentill, Rotwurz, Ruhrwurz, Tormentill

Potentilla erecta   Potentilla erecta

Potentilla erecta   Potentilla erecta

 

♣ Potentilla ♠ P. fructicosa, Syn.: Dasiphora fructicosa – Fingerstrauch

 

♣ Potentilla ♠ P. indica – Indische Scheinerdbeere


 

 

♣ Potentilla ♠ P. recta – Aufrechtes Fingerkraut, Hohes Fingerkraut

Potentilla recta   Potentilla recta

Potentilla recta
Hohes Fingerkraut (Potentilla recta), hell, mit Löcherbiene (Heriades truncorum) · Solingen, 12.06.2023

 

♣ Potentilla ♠ P. reptans – Kriechendes Fingerkraut

Potentilla reptans
Kriechendes Fingerkraut (Potentilla reptans) · Wuppertal, NSG Eskesberg, 09.05.2021.
Potentilla reptans

 

♣ Potentilla ♠ P. sterilis – Erdbeer-Fingerkraut

Potentilla sterilis

Potentilla sterilis   Potentilla sterilis
Die weißen Kronblätter des Erdbeer-Fingerkrauts (Potentilla sterilis) berühren sich meist nicht · 14.04.2022

 

♣ Prunus ♠ P. avium – Knorpel

Prunus avium
Die Große Schwarze Knorpelkirsche wurde in Frankreich 1540 als Cerise Cœur Noir beschrieben
Prunus avium

 

♣ Prunus ♠ P. mahaleb – Steinweichsel, Felsenkirsche, Weichselkirsche

Prunus padus
Die Steinweichsel ist ein kalk- und wärmeliebendes Steinobstgewächs, das hauptsächlich nordmediterran verbreitet ist. Mitteleuropäische Vorkommen sind in wärmebegünstigten Regionen zu finden.
Prunus mahaleb   Prunus mahaleb
Die Blätter der 2–6 m hohen Steinweichsel bzw. Felsenkirsche (Prunus mahaleb) sind wechselständig angeordnet, 4–8 cm lang, ei- bis herzförmig und meist entlang der Mittelrippe eingefaltet.
Prunus mahaleb

 

♣ Prunus ♠ P. padus – Gewöhnliche Traubenkirsche

Prunus padus
Die bis 15 m hohe Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus) wurde nach den in Trauben angeordneten Blüten und Früchten benannt. Die Blätter sind matt und am Rand scharf gesägt.
Prunus padus

 

♣ Prunus ♠ P. persica – Pfirsich

Prunus persica
Der Pfirsich (Prunus persica) stammt ursprünglich aus China und fand über Persien seinen Weg nach Europa, woran die deutsche Bezeichnung erinnert (lat. persica = dt. 'persisch'). Pfirsichbäume gedeihen auch in Mitteleuropa; zum Schossen & Blühen benötigen sie etliche Tage Winterkälte, die Blüte kann dennoch durch späte Fröste leiden. Anfällig ist der Baum auch für diverse Krankheiten (Bakteriosen, Mykosen und Virosen); in Gärten ist er immer wieder von dem parasitischen Pilz Taphrina deformans betroffen, der die "Kräuselkrankheit" auslöst (Verformung der jungen Blätter im Frühjahr).

 

♣ Prunus ♠ P. serotina – Späte Traubenkirsche, Herbsttraubenkirsche

Prunus serotina
Die Späte Traubenkirsche bzw. Herbsttraubenkirsche (Prunus serotina) mit noch unreifen Früchten

 

♣ Prunus ♠ P. spinosa – Schlehe, Schlehendorn, Schwarzdorn

Prunus spinosa
Blühende Schlehe (Prunis spinosa) ist ein "Magnet" nicht nur für Schmetterlinge · Haan, 30.03.2019

 

♣ Prunus ♠ P. subhirtella – Schneekirsche

Prunus subhirtella   Prunus subhirtella

Prunus subhirtella

Die Schneekirsche blüht ungelmäßig im Winter und Frühjahr zwischen November und April. Prunus subhirtella 'Autumnalis' ist die Gartenform der Schneekirsche.

 

♣ Pyracantha ♠ P. coccinea – Feuerdorn

Pyracantha coccinea

 

♣ Pyrus ♠ P. communis – Kulturbirne


 

♣ Pyrus ♠ P. pyrifolia – Nashi-Birne, Asiatische Birne, Apfel-Birne, Kumoi   (Neophyt)

 

♣ Rosa – Rose

Die Typusgattung der Rosaceae ist Rosa, die Rose. Erkennungsmerkmale sind ihre auffälligen, fünfzähligen Blüten und später ihre Hagebutten, ihre Stacheln (nicht Dornen) und die unpaarig gefiederten Blätter. Ihre zarten Blütenblätter und harten spitzen Stacheln vereinen zarte Schönheit und Härte in einer Pflanze, die in antiken westlichen Kulturen mit Göttinnen in Verbindung gebracht wurden: den nordischen Göttinnen Freya (auch Freia & Freyja) und Frigga (der Gemahlin Odins), der griechischen Aphrodite und römischen Venus. Heutzutage ist ihre Symbolkraft ungebrochen, ihre Ambivalenz wird in dem Sprichwort keine Rose ohne Dornen ebenso sichtbar wie im Rosenkranz (dem Rosarium als christlichem Symbol der Jungfrau Maria) einerseits und dem Dornenkranz (der Dornenkrone Jesu') andererseits.
    Die Gattung Rosa ist artenreich, allein in der nördlichen Hemisphäre werden ihr geschätzt 100–250 Arten zugeordnet. Unüberschaubar ist die Zahl der Sorten, also der Zuchtformen: Seit Beginn der Rosenzüchtung im 18. Jahrhundert wurden weltweit weit über 30.000 Rosensorten bekannt. Sie werden in Klassen eingeteilt, die nach Alter, Herkunft, Wuchsform und Verwendung definiert, also nicht im Sinne der biologischen Systematik bzw. Taxonomie zu verstehen sind.

Rosa canina   Rosen (Gattung Rosa) und Brom- & Himbeeren (Gattung Rubus) haben Stachel: zugespitzte Emergenzen (Vorsprünge) des Rindengewebes der Sproß-Achse oder eines Blattes.
    Dornen hingegen wachsen aus der Tiefe, sie sind umgebildete Organe, also Sproßachsen, Blätter, Nebenblätter oder Wurzeln.
    Die Umgangssprache entspricht also hier nicht der botanischen Fachsprache – und dies auch anderswo: "Mein kleiner süßer Kaktus" von Bert Reisfeld, 1934 von den Comedian Harmonists aufgenommen, "der sticht, sticht, sticht" – aber nicht, weil er stachelig ist: Er hat Dornen!

Rosengalle   Bei Rosen wurden viele Krankheiten beschrieben: Viren- und (durch Bakterien verursachte) Krebs-Erkrankungen, Pilzbefall durch Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) und Mehltaupilze (Erysiphaceae) wie Podosphaera pannosa, Peronospora sparsa, Sphaerotheca pannosa etc.
    Unter den Insekten sind Milben, Blattläuse, Zikaden, Käfer, Schmetterlinge, Gallmücken, Blatt- und Gallwespen zu nennen; auffällig durch ihre haarartigen Auswüchse (s. Foto) sind die Gallen der Rosengallwespe (Diplolepis rosae): ihre Larven verpuppen sich in den auch als Rosenapfel und Schlafapfel bekannten Gallen; die 3–5 mm kleinen Imagines schlüpfen ab Anfang Mai.

♣ Rosa ♠ R. canina – Hundsrose

Rosa canina: Frucht

 

♣ Rosa ♠ R. majalis – Zimtrose, Mai-Rose

Rosa majalis & Bombus terrestris   Rosa majalis & Bombus terrestris

Rosa majalis: Frucht

 

♣ Rosa ♠ R. rugosa – Kartoffelrose, auch Apfel-, Japan-, Runzel-, Sylter & Kamtschatka-Rose   (Neophyt)

Rosa rugosa
Die runzeligen Laubblätter der "Kartoffelrose" erinnerten den Namensgeber an Kartoffelblätter. Die aus Ostasien stammende Art ist an der Nordseeküste invasiv, sie kann Bibernell-Rose (Rosa spinosissima), Sand-Lieschgras (Phleum arenarium), Stranddistel (Eryngium maritimum), Krähenbeerheide (Empetrum nigrum und weitere Dünen-Arten) und den Sanddorn (Hippophae rhamnoides) etc. be- & verdrängen.
Rosa rugosa

 

♣ Rubus ♠ R. caesius – Kratzbeere, Bereifte Brombeere, Bockbeere, Ackerbeere

 

♣ Rubus ♠ R. fruticosus – Brombeere, Himbeere, Steinbeere, Moltebeere

 

 

Rubus fruticosus L. gilt als Typusart der Gattung Rubus, ist allerdings insofern problematisch, als mit diesem Namen sehr unterschiedliche Brombeerarten beschrieben wurden.
    Die Stacheln der Brombeere dienen ihr als Kletterhilfe und Fraßschutz und bieten insbesondere Kleinvögeln sichere Neststandorte und Rückzugsorte. Unachtsamen Gärtnern können sie blutende und daher gefährliche Wunden beibringen. Es gibt auch stachellose Zuchtformen ("Thornless"), die dem Gartenbesitzer angenehmer sind, aber schlechteren Schutz für Vogelnester bieten. Wenn die abgestorbenen Zweige eines Brombeerstrauches angebrochen bzw. teilweise abgebrochen werden, entstehen Zugänge für kleine Bienen, die im folgednden Frühjahr ihre Nistgänge in das Mark der Ranken graben.

 

♣ Rubus ♠ R. idaeus – Himbeere


 

 

♣ Rubus ♠ R. laciniatus – Schlitzblättrige Brombeere   (Neophyt)

Rubus laciniatus
Rubus laciniatus

 

♣ Rubus ♠ R. odoratus – Zimt-Himbeere  (Neophyt)

Rubus odoratus

 

♣ Rubus ♠ R. phoenicolasius – Japanische Weinbeere, Rotborstige Himbeere   (Neophyt)

Rubus phoenicolasius
Stengel, Blütenbecher und Kelch der aus Westchina, Korea & Japan stammenden Japanische Weinbeere (Rubus phoenicolasius) sind dicht abstehend rötlich behaart, der Stengel trägt verstreut rötliche Stacheln.
Rubus phoenicolasius

Rubus phoenicolasius
Dieser Blütenstand ↓ wird von einer Bunthummel (Bombuis sylvarum) angeflogen.
Rubus phoenicolasius

 

♣ Sanguisorba ♠ S. minor – Wiesenknopf, Pimpinelle

Sanguisorba minor
Der Kleine Wiesenknopf (Sanguisorba minor), auch Pimpinelle genannt, Anfang September ·
Sanguisorba minor

Sanguisorba minor ist eine ausdauernde (perenne bzw. perennierende), oft wintergrüne Pflanze, die sich vegetativ durch unterirdische Ausläufer vermehrt, außerdem primär windblütig (anemophil). Wichtiger als seine Blüten sind seine gefiederten Laubblätter: Er ist Raupenfutterpflanze mehrerer Schmetterlingsarten, u. a. des monophagen "Roten Würfel-Dickkopffalters" (Spialia sertorius). Unter dem Namen Pimpinelle ist der Kleine Wiesenknopf eine beliebte Gewürzpflanze.

 

♣ Sorbus ♠ S. aucuparia – Vogelbeere

Sorbus aucuparia

Sorbus aucuparia

Sorbus aucuparia

 

♣ Sorbus ♠ S. torminalis – Elsbeere

Sorbus torminalis   Sorbus torminalis

 

♣ Spiraea ♠ S. media – Karpaten-Spierstrauch

Spiraea media   Spiraea media

 

Falls am linken Bildschirm-Rand keine Verweisleiste zu sehen ist, klicken Sie bitte auf , um den gesamten Frameset anzuzeigen.

Rubiaceae