Die sogenannten Insektenfresser sind kleine Säuger mit Raubtiergebiß, wie es sie schon vor über 100 Millionen Jahren zur Zeit der Dinosaurier gab. Evolutionsbiologen sehen in ihnen die Urform aller Säugetiere, aus der sich erst später auch Pflanzenfresser entwickelten. Die Insectivora führen ein verborgenes, aber sehr aktives Leben: Unser mitteleuropäischer Igel geht nachts auf Beutezug, der Maulwurf lebt unterirdisch, und unsere Spitzmäuse jagen überwiegend nachts, aber auch tagsüber, sofern Deckung vorhanden ist.
Der Begriff des Insektenfressers beschreibt nur den Schwerpunkt des Beutespektrums: Außer Insekten (Käfern, Heuschrecken etc.) und ihren Larven werden auch Spinnen, Asseln, Hundert- und Tausendfüßler sowie Schnecken und Würmer vertilgt, und selbst kleine Vögel und Säuger werden überwältigt. Aus menschlicher Sicht sind also Insektenfresser sehr nützliche Tiere und sollten schon deshalb geschgützt werden.
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