Fachbegriffe & Abkürzungen (Nach außerhalb dieser Rubrik Glossare)

Die folgenden Vogelportraits stellen viele unserer Vogelarten in Wort und Bild vor und werden in unregelmäßigen Abständen durch weitere Portrait-Seiten ergänzt – vor allem dann, wenn neue Fotos zur Verfügung stehen. Die Texte enthalten Fachbegriife und Abkürzungen, deren wichtigste vorweg erläutert werden:

Häufige Fachbegriffe
adulterwachsen, fortpflanzungsfähig; noch nicht adulte Tiere sind subadult.
AlbinismusWeißfärbung durch Pigmentmangel, da kein Melanin gebildet wird, unpigmentierte Augen
aquatischEine aquatische Lebensweise ist eine ans Wasser gebundene Lebensweise
ÄstlingJungvögel (insbesondere von Eulen und Greifen), die auf Ästen sitzend von ihren Eltern gefüttert werden, bis sie flügge sind.
Bürzelhintere Rückenpartie des Vogelkörpers einschließlich der Bürzeldrüse und Befiederung.
Geschlechts-dimorphismusUnterschied(e) zwischen Männchen und Weibchen einer Art hinsichtlich ihrer Größe und/oder Form (und Färbung)
Geschlechts-dichromatismusfarblicher Geschlechts-Dimorphismus: Unterschied(e) zwischen Männchen und Weibchen einer Art hinsichtlich ihrer Färbung
Erpelauch: Enterich: Bezeichnung für die männliche Ente.
Ganterauch: Gänserich: Bezeichnung für die männliche Gans.
Gösselauch: Gänsel: Bezeichnung für die Gänseküken.
GesichtschleierFür Eulen charakteristischer Federkranz um Augen und Schnabel; die steifen, speziell geformten Federn verstärken und lenken die Schallwellen in Richtung der Ohren.
juveniljugendlich, noch nicht geschlechtsreif
HorstNest eines Greifvogels ("Adlerhorst"), gelegentlich auch einer anderen großen Vogelart
Kainismusgenetisch fixierte, daher obligatorische Tötung eines jüngeren Geschwisters durch ein älteres (nach dem Brudermord Kains an Abel im Alten Testament der Bibel)
LeukismusWeißfärbung mit pigmentierten Augen durch Fehlen der Melanozyten
OccipitalgesichtGesicht-ähnliche Zeichnung im Nacken von Vögeln, bes. kleinen Greifvögeln und Eulen
Orbitalringunbefiederter Ring um das Auge herum (wie beim Turmfalken oder der Lachmöwe)
Prachtkleidauch: der Brutkleid: Federkleid der Brutzeit, das besonders im männlichen Geschlecht auffälliger, bunter und deutlicher konturiert ist als das Schlichtkleid.
PrädationErbeutung durch einen Freßfeind (= Prädator)
Schlichtkleidauch: Ruhe- oder Winterkleid: durch Mauser entstandenes, im Vergleich zum Prachtkleid meist unauffälliges Federkleid mit geringem Geschlechtsdimorphismus.
Spiegelbzw. Flügelspiegel: auffälliges farbiges Feld auf den Armschwingen vor allem von Enten
SprinzJägersprache: männlicher Sperber (Accipiter nisus)
StandvogelVogelart, die das ganze jahr am selben Ort aufhält; Gegenteil von Zugvogel
SteuerfedernSchwanzfedern; in der Jägersprache als Stoß zusammengefaßt
StrichvogelVogelart, die zwar ihr Brutgebiet im Winter verläßt, aber in denselben Breiten bleibt
TeilzieherVogelart, bei der nur ein Teil der Population zieht
terrestrischEine terrestrische Lebensweise ist eine ans Land gebundene Lebensweise
TerzelJägersprache: männlicher Greifvogel (außer Sperber)
Vogelzugalljährlicher Flug der Zugvögel von ihren Brutgebieten zu ihren Winterquartieren und wieder zurück
ZügelFärbung des Vogelgefieders zwischen Schnabel und Auge
ZugvogelVogelart, die sich zu verschiedenen Jahreszeiten an unterschiedlichen Orten aufhält

Abkürzungen
GLGesamtlänge (KRL + Schwanz)
KRLKopf-Rumpf-Länge, also bei Wirbeltieren von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzwurzel
MMännchen
WWeibchen

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