Coelioxys Coelioxys aurolimbata aurolimbata · Coelioxys elongata elongata · Coelioxys inermis inermis · Coelioxys rufescens rufescens


Kegelbienen: Coelioxys elongata

Artname: Coelioxys elongata Lepeletier 1841
Merkmale: W.: 11–12 mm; Kopfschild (Clypeus) kurz & weich behaart, aber mit dunklen Borsten; Binde des 1. Tergiten mittig unterbrochen; 4. Sternit matter und feiner & dichter punktiert als 3.; 6. Sternit lang & schmal, am Ende seitlich mit Zähnchen; Coxa (= erstes Beinglied) des 1. Beins mit Zähnchen. M.: 10–12 mm; Clypeus lang behaart; alle Tergite mit mittig auffällig verschmälerten Endbinden, 2. Tergit mit länglichen Grübchen, 4. Sternit mit mittig unterbrochener Endbinde; Gonostyli vor den Enden verbreitert und dicht behaart; Coxa des 1. Beins mit Dorn.
Verbreitung: Mittel- und Nordeuropa bis Südfinnland, weiter bis Sibirien & Nordafrika; in den alten deutschen Bundesländern nur vereinzelt.
Lebensraum: Habitate der Wirtinnen, unspezialisiert.
Fortpflanzung:  Kuckucksbiene.
Wirt: mehrere Blattschneiderbienen, vermutlich: Megachile centuncularis, M. circumcincta, M. leachella, M. ligniseca, M. nigriventris, M. pyrenaea, M. willughbiella.
Nahrung: Nektar: unspezialisiert, viele Pflanzenfamilien.
Flugzeit: Vermutlich 1 Generation im Jahr (univoltin): Juni–September.
Kegelbiene: Coelioxys elongata W.
Vermutlich Coelioxys elongata Weibchen (end)

  Kegelbiene: Coelioxys elongata, W.
  Vermutlich Coelioxys elongata Weibchen am Nest von M. nigriventris (end)

Coelioxys elongata ist im Feld praktisch nicht von anderen Coelioxys-Arten zu unterscheiden – man muß sich schon die Mühe machen, einzelne Körpermerkmale (die Tergiten und Sterniten und den Kopulationsapparat der Drohnen) mit optischen Hilfsmitteln wörtlich "unter die Lupe zu nehmen".

Diese Kegelbiene wird zwar nur selten gefunden, hat aber gute Überlebenschancen, wenn sie tatsächlich so ungewöhnlich viele Megachile-Arten parasitiert:
    Die Art wurde bisher in der Nähe von sechs Blattschneider-Bienenarten beobachtet. Eindeutige Beweise für eine Wirt-Kuckuck-Beziehung stehen allerdings noch aus, da der Schlupf von C. elongata aus einem Megachile-Nest bislang noch nicht beschrieben wurde. Die neueste vermutliche Wirtin ist Megachile nigriventis, zu der Rainer Prosi 1997 einige Anmerkungen gemacht hat: Prosi, R. (1997): "Interessante Bienenfunde aus dem nordöstlichen Baden-Württemberg" (Hymenoptera, Apidae). Mitt. ent. V. Stuttgart, Jg. 32: 39–40. Auch Herr Ende hat die Art 2005 in Stuttgart längere Zeit im Nestbereich von M. nigriventris beobachtet, die allerdings in unmittelbarer Nachbarschaft von M. willughbiella nistete.


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