Osmia
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Mauerbienen: Osmia cornuta 
| Artname: |
Osmia cornuta (Latreille 1805) |
| Synonym: |
deutsch: "Gehörnte Mauerbiene" |
| Merkmale: |
1015 mm; auffällig durch schwarzen Thorax und hummelartigen, rötlichem Pelz auf Abdomen; M. mit weiß hehaartem Kopfschild. |
| Verbreitung: |
Europa von Frankreich bis Norditalien und Polen; dehnt sich nordwärts aus. |
| Lebensraum: |
vor allem Siedlungsbereiche, wo die Art ein entspr. Kleinklima vorfindet (synanthrop). |
| Fortpflanzung: |
vorhandene Hohlräume in Flächen aller Art (Steil- u. Hauswände, Mauern), Röhren linear bis zu 25 mm mit bis zu 12 Brutzellen; Erd- bzw. Lehmverschluß; Überwinterung als Imago im Kokon. |
| Kuckuck: |
keine Kuckucksbiene |
Nahrung, Nestproviant: |
Pollen vieler Kräuter, Sträucher und Bäume (polylektisch), in den Nestern mehr Nektar als bei Osmia bicornis, recht blütenstet. |
| Flugzeit: |
eine Generationen im Jahr (univoltin): Anfang März (M. vor W.) 2. Aprilhälfte (M.) bzw. Anfang Juni (W.). |
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Osmia cornuta · Solingen, 07.04.2010 |
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Eine der häufigsten Mauerbienen in milden Regionen Deutschlands ist Osmia cornuta, in Anlehnung an ihren wissenschaftlichen Namen auch die "Gehörnte Mauerbiene" genannt: Die Weibchen haben am Vorderkopf zwischen den Haaren zwei kleine versteckte "Hörnchen". Mit ihrem fuchsroten Hinterleib erinnert diese pelzige Biene etwas an eine kleine Steinhummel und hätte den Namen "Rote Mauerbiene" sicherlich eher verdient als ihre Gattungsgenossin Osmia biscornis, ehemals O. rufa, die auch in kälteren Gegenden vorkommt.
Osmia cornuta erscheint bereits im März in unseren Städten und Dörfern, wo sie von den dort günstigeren kleinklimatischen Bedingungen und Frühblühern profitiert. In Bezug auf Blüten und Niststätten ist sie ein ausgesprochener Generalist, was ihre Häufigkeit in der Nähe des Menschen erklärt. Anders als Osmia bicornis läßt sich Osmia cornuta jedoch nicht ganz so leicht von einzelnen Nistblöckern anlocken, sie bevorzugt vielmehr großflächige Angebote wie Mauern,Hauswände und Lehmwände, in denen sie nach Löchern und Ritzen sucht, die durchaus etwas größer als bei Osmia bicornis sein können.
Dennoch zeigen die Nestschemata beider Arten eine weite Übereinstimmung, so daß Verwechselungen nicht auszuschließen sind. Besser noch als die Standorte der Nester läßt sich deshalb ihr Inneres zur Artbestimmung heranziehen, wenn man die Bauweise betrachtet oder gar ein präpariertes (d. h. zuvor der Länge nach gespaltenes) Bambusrohr öffnet, das Osmia cornuta mit Nestzellen belegt hat:
- Vor den Sammelflügen für eine Nestzelle wird keine "Türschwelle" gemörtelt, wie Osmia bicornis (ehemals O. rufa) das tut.
- Der Pollenproviant ist aufgrund größeren Nektargehaltes deutlich feuchter.
- Die darin steckenden Stifteier sind nicht mit Pollen überpudert, erscheinen also glatt und glänzend.
- Die Kokons erscheinen im Vergleich zu denen von Osmia bicornis rauh und matt.
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| Osmia cornuta · Solingen-Ohligs, 27.3.2007 |
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Osmia cornuta in Krokusblüte · Vorgarten in Solingen-Ohligs, 02.03.2011 |
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| O. cornuta-Paarung in einem alten Dübelloch · 20.03.2005 |
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Männchen an einem 2. Loch |
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| Das zweite Männchen im Anflug an das Loch mit den sich paarenden Artgenossen |
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Nach der Paarung fliegt auch das Weibchen ab. |
Osmia cornuta gehört (wie die verwandte Osmia bicolor oder die Luzerne-Blattschneiderbiene Megachile rotundata) zu den wenigen Solitärbienenarten, die eine bedeutende Rolle in der Landwirtschaft spielen können und deshalb dort statt Honigbienen und Hummeln in großer Zahl eingesetzt werden. Für die Bestäubung eines Hektars einer Apfelplantage reichen, wie mehrere Untersuchungen zeigten, 530 nistende cornuta-Weibchen – statt 1–2,5 starker Honigbienenvölker, die bekanntlich aus mehreren Zehntausend Arbeiterinnen bestehen. Gut 500 Solitärbienen-Weibchen sind eine bescheiden Menge, die sich schon in ein paar alten (idealerweise gegen Regen geschützen) Baumstämmen ansiedeln läßt; für die Bestäubung kleiner Obstplantagen sind also nicht einmal künstliche Nisthilfen und alljährlich gekaufte Bienenpuppen nötig – es reichen etwas Platz für das Totholz und einmalig eine Mauerbienen-Startpopulation.
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Osmia cornuta an einer Obstbaumscheibe |
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Solingen-Ohligs, 01.04.2007 |
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Osmia cornuta an einem Eichenholz-Nistblock |
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Solingen-Ohligs, 01.04.2007 |
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Osmia cornuta an einem Eichenholzblock |
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Solingen-Ohligs, 07.04.2009 |
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O. cornuta, altes an einer Niströhre wartend |
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Osmia cornuta · Solingen-Ohligs, 26.03.2011 |
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Osmia cornuta als Beute einer Spinne (evtl. Nuctenea umbratica) · Solingen-Ohligs, 02.04.2011 |
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Osmia cornuta · Solingen-Ohligs, 07.04.2013 |
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Osmia cornuta  · Solingen-Ohligs, 28.03.2010 |
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Osmia cornuta  · Solingen-Ohligs, 05.04.2010 |
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Osmia cornuta · Solingen-Ohligs, 29.03.2011 |
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Osmia cornuta · Solingen-Ohligs, 26.03.2011 |
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Osmia cornuta · Solingen-Ohligs, 29.03.2011 |
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Osmia cornuta · Solingen-Ohligs, 07.04.2013 (02.04.2011) |
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Osmia cornuta · Solingen-Ohligs, 07.04.2013 |
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Osmia cornuta · Solingen-Ohligs, 07.04.2013 |
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Osmia cornuta  · Solingen-Ohligs, 07.04.2013 |
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Osmia cornuta  · Solingen-Ohligs, 07.04.2013 |
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Osmia cornuta · Solingen-Ohligs, 14.04.2013 |
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Osmia cornuta · Solingen-Ohligs, 14.04.2013 |
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Osmia cornuta in hohlem Stengel · Vorgarten in Solingen-Ohligs, 07.04.2013 |
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Osmia cornuta · Solingen-Ohligs, 07.04.2013 |
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Osmia cornuta an Blaukissen · Vorgarten in SG |
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Osmia cornuta · Solingen-Ohligs, 21.04.2013 |
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Osmia cornuta an Blaukissen · Vorgarten in SG |
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Osmia cornuta mit gelbem Pollen in der Bauchbürste · Solingen-Ohligs, 17.04.2013 |
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| Baumaterial für Mauerbienen: der Lehm zwischen Bruchsteinen |
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O. cornuta W · St. Augustin, 29.03.2008 |
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| Der Lehm wird angefeuchtet und mit den Mandibeln zu einer ... |
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Kugeln geformt! · St. Augustin, 29.03.2008 |
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| Osmia cornuta: 1 Leerzelle und 2 Brutzellen jeweils mit Pollen & Ei (vergrößert) · Solingen, 30.04.2013 |
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| Osmia cornuta: 1. Brutzelle mit Larve, 2. mit Ankerpunkt einer unsichtbaren Larve · Solingen, 20.05.2013 |