Sphecodes Sphecodes albilabris albilabris · Sphecodes ephippius ephippius · Sphecodes gibbus gibbus · Sphecodes miniatus miniatus · Sphecodes pellucidus pellucidus


Blutbienen: Sphecodes miniatus

Artname: Sphecodes miniatus von Hagens 1882 [richtiger Text folgt]
Merkmale:7–13 mm; durch die typische schwarz-rote Zeichnung bei gedrungenem Körperbau leicht als Blutbiene zu erkennen, wenn man sie nicht mit der etwas größeren Sphecodes albilabris verwechselt. Allerdings weist das Scutum (= Mesonotum) von Sphecodes gibbus deutlich glänzende Punktzwischenräume auf, die Tergite 1–3 sind rot, 4–6 aber Sphecodes-typisch schwarz; die Hinterschienen sind schwarz behaart.
Verbreitung:ganz Europa bis Schweden; ganz Deutschland.
Lebensraum:Habitate der Wirtsarten
Fortpflanzung:Kuckucksbiene; Überwinterung als Imago.
Wirte:vor allem Furchenbienen: Halictus rubicundus, H. quadricinctus, H. sexcinctus, vermutlich auch H. maculatus (evtl. sogar Andrena vaga und Colletes cunicularius?).
Nahrung:Nektar: unspezialisiert.
Flugzeit:1 Generation (univoltin): überwinterte Weibchen Mitte April–Mai; Sommerphase (mit Paarung): Juni–September.
Blutbiene Sphecodes miniatus
Vermutlich Sphecodes miniatus Weibchen

Sphecodes gibbus ist eine typische Blutbiene: Kopf und Thorax sind schwarz, die Tergite 1– 3 dunkelrot, der 4. oberseits schwarz und der letzte völlig schwarz. Von einer ähnlich schwarz-rot gezeichneten Grabwespe (Sphecidae) unterscheidet sich Sphecodes gibbus wie alle Bienen durch die kompaktere Bauform: Das Abdomen schließt sich dem Thorax unmittelbar an. Der großen Blutbiene Sphecodes albilabris sieht sie zwar ähnlich, Sphecodes gibbus ist aber kleiner und in beiden Geschlechtern auf dem vierten und fünften Abdomen-Segment schwarz; glänzende Zwischenräume im Punktmuster des Scutum sind ein weiteres Unterscheidungsmerkmal.

Sphecodes gibbus parasitiert vor allem mehrere Halictus Halictus-Arten und ist daher nicht selten. Die Nachkommen schlüpfen schon im Sommer, um sich zu paaren. Während die Drohnen im Spätsommer sterben, überwintern die Weibchen und legen im Frühjahr ihre Eier in geeignete Wirtsnester.

Sphecodes miniatus, W   Sphecodes miniatus, W
Sphecodes miniatus Weibchen an Leontodon autumnalis   · Naturpark Eifel, 26.07.2009

Sphecodes miniatus, W
Größenvergleich: Sphecodes miniatus Weibchen in Gesellschaft · NP Hohes Venn – Eifel, 26.07.2009


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