Die aus Sicht des Autors wichtigsten und interessantesten Bienen-Bücher werden hier in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt und besprochen. Die genauen Literaturabgaben befinden sich auf den
Seiten zur Wildbienen-Literatur.
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Bienenkunde vom Feinsten: Was der im schweizerischen Solothurn arbeitende Lehrer Felix Amiet 1996 mit einem ersten, noch dünnen Band zu Honigbienen und Hummeln begann, setzte er in den Folgejahren in einem Autorenteam fort und konnte zusammen mit Mike Herrmann (seit Band 3), Andreas Müller & Rainer Neumeyer 2007 den fünften Apidae-Band fertigstellen (den 20. der Reihe FAUNA HELVETICA).
Ein Problem ist der Bezug der Bücher aus der Schweiz, einer Nicht-€-Zone. Sie lassen sich aber – ebenso wie einige andere dieser Seite – bequem in Fockenbergs Bienenshop bestellen. |
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Eine 921 Seiten dicke Universitäts-"Schwarte" für Insektenliebhaber? Das von den Professoren Dr. Konrad Dettner und Dr. Werner Peters im Verlag Gustav Fischer herausgegebene Lehrbuch füllte 1999 eine Lücke, die ein Vierteljahrhundert lang Fachleute, Stundenten und Freunde der Insektenkunde ohne großes deutschsprachiges Standardwerk hatte auskommen lassen. "21 Fachwissenschaftler haben dazu beigetragen, daß Studenten, Entomologen und Insektenliebhaber alles über die neuesten Forschungsergebnisse zu folgenden Themen erfahren können:
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Ein neues, praktisches Bienen-Taschenbuch in Englisch: der Field Guide to the BUMBLEBEES of Great Britain and Ireland der Hummelexperten Mike Edwards & Martin Jenner. Nach einer kurzen Einführung in Zweck und Benutzung des Büchleins, wissenschaftliche Namen und Taxonomie gehen die Autoren auf die Biologie der Hummeln ein: Lebenszyklus, Kuckuckshummeln, Verbreitung und Status, Nahrungsansprüche, Schutzmaßnahmen. Umfangreiche Bestimmungshilfen folgen im dritten Kapitel und eine Bestimmungstabelle im vierten. Auf 45 Seiten werden dann 22 Arten mit Farbfotos und sehr aussagekräftigen knappen Texten und Symbolen vorgestellt. Hinweise zu hummelfreundlicher Gartengestaltung, eine Namenstabelle, Adressen und Literatur runden den sorgfältig produzierten, verständlich geschriebenen und preiswerten Feldführer ab. Wer vom Wissen und Erfahrungsschatz der britischen Autoren profitieren möchte, braucht nur ausreichende Englisch-Kenntnisse. Um diese zu testen, kann er bzw. sie sich an der Inhaltsliste auf der Buchrückseite versuchen:
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Das Biologiezentrum Linz der Oberösterreichischen Landesmuseen ist auch international für seine Veröffentlichungen bekannt; neben Katalogen, Sonderpublikationen und Programmheften sind vor allem die Linzer biologischen Beiträge (LBB) für Entomologen interessant: 1969 unter dem Namen "Mitteilungen der botanischen Arbeitsgemeinschaft am OÖ. Landesmuseum Linz" gegründet, erscheinen sie seit 1975 (7. Jahrgang) unter ihrem aktuellen, kürzeren Titel. Die veröffentlichten Arbeiten richten sich keineswegs nur an Fachleute, sondern auch an biologisch interessierte Laien. Ein gutes Beispiel ist der 2010 herausgegebene 38 Seiten starke Bestimmungsschlüssel für die Hummelarten des deutschsprachigen Raumes: Er setzt nicht auf schwerverständliche Texte oder Fotos (die ja nie alle relevanten Merkmale gleichzeitig zeigen), sondern konsequent auf vereinfachte farbige Grafiken (Piktogramme, Cliparts), die die farblichen Unterschiede überdeutlich hervorheben, sowie fünf "dichotome" Schlüssel – also Bestimmungsanleitungen, die Schritt für Schritt jeweils (in der Regel) zwei Alternativen zur Entscheidung anbieten. Dies sind die Hauptkapitel:
Mittlerweile gibt es die farbigen Artenportraits auch digital bzw. online: unter |
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Ein Klassiker unter den Bienenbüchern sind sicherlich die Hummeln des Biologen und vielfachen Preisträgers Eberhard von Hagen. Waren frühere Auflagen noch als Neumann-Neudamm-Naturführer erschienen, so stammt die fünfte von 2003 mit Ambros Aichhorn als Co-Autor aus dem Fauna-Verlag. Der Aufbau des jetzt 328 Seiten starken Büchlein ist im Prinzip über die Jahre der gleiche geblieben: Zu Beginn beschreiben kurze Kapitel Vorkommen und Verbreitung, Unterscheidung und Verhalten der Arten, die Entwicklung eines Volkes, "physiologische Vorgänge" (Temperaturregelung), Pflanzenbestäubung und wirtschaftliche Bedeutung (ca. 50 Seiten); dann stellt das Buch ausführlich die diversen Hummelkästen und Ansiedlungsmethoden vor (ca. 30 Seiten) und erklärt anschließend die Überwinterung und Rückkehr der Jungköniginnen und die verschiedenen Gefährdungsursachen (gut 40 Seiten), um dann ausführlich auf Schutzmaßnahmen und die "Kontrollierte Haltung und Vermehrung von Hummeln" einzugehen. Nun folgen die für viele Hummelfreunde wertvollsten Teile: Auf 19 (!) Farbtafeln visualisieren Farbzeichnungen die Königinnen, Arbeiterinnen und Drohnen der meisten Hummelarten, bevor ein 66 Seiten langer Portraitteil 33 Arten mit Texten und je zwei Farbfotos vorstellt. Es folgen ein weitere Seite zum Hummelschutz, ein Bestimmungschlüssel, eine Verbreitungstabelle, einige Glossare, Quellen, Literatur etc. Ein Mangel des Büchleins läßt sich aus dieser Beschreibung schon herauslesen: Es ist nicht stringent und übersichtlich strukturiert, sondern in 32 Hauptkapiteln eher sprunghaft mit anekdotischen Überlängen – jeweils der Eingebung des Autors folgend. Die Taxonomie geht nicht von einer einzigen Gattung Bombus aus, sondern einer Vielzahl heute unüblicher Kleingattungen, die nicht begründet werden und das Finden einer Art erschweren. Die Aussagen zu den Artenportraits sind nicht zuverlässig, weil nicht wissenschaftlich belegt. Die Überarbeitung und Erweiterung der aktuellen Auflage produzierte zudem zahlreiche falsche Seitenangaben, und einige Ergänzungen überraschen gar mit der von den Kultusministern erzwungenen Schulschreibung statt der sonst verwendeten bewährten Rechtschreibung. Es wäre schön, wenn Autoren und Verlag die vielen Hummelfreunde mit einer gestrafften, aktualisierten und fehlerfreien Auflage überraschten. |
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In seinem weltweit anerkannten Standardwerk präsentiert Charles D. Michener die Bienenfauna der Welt: eine Insektengruppe, die mehr als 17.000 Arten in 1.200 Gattungen und Untergattungen umfaßt. Sieben Jahre nach der Erstauflage bietet die zweite Auflage viele neue Fakten, Neuklassifizierungen und Revisionen und stellt auf neuen Bildtafeln auch fossile Bienenarten vor. Zu Beginn werden die Evolution der Bienen und ihre Co-Evolution mit den Blütenpflanzen, die Klassifizierung der vielen Bienenfamilien, das Nistverhalten, die Unterschiede zwischen solitären und solialen Arten und die Anatomie erläutert; dabei gewinnt der Leser auch ein Bild der durch Fossilfunde rekonstruierten Urbiene. Michener unterstreicht den anhaltenden Forschungsbedarf sowohl zur Taxonomie als auch zur Bedeutung der Bienen für die natürliche Vegetation und die Landwirtschaft. Der Hauptteil des Werkes des 953 Seiten langen Werkes liefert wichtige Erkenntnisse zur Systematik mit Bestimmungsschlüsseln bis hinunter zu den Untergattungen. Zu allen Gattungen und Untergattungen finden sich Angaben zur Verbreitung und Artenzahl, zum Nestbauverhalten und Blütenbesuch und weiteren nennenswerten Details. Mehr als 500 Zeichnungen und Fotografien (einschließlich solcher auf Farbtafeln) illustrieren Verhalten, Körpermerkmale und Ökologie. Die Anschaffung des Buches ist nicht billig, lohnt sich aber für Biologen und ernsthaft interessierte Laien, die mit der englischen Sprache vertraut sind. |
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Das preiswerte Büchlein von Andreas Amiet, Albert Krebs und Felix Amiet ist eine hervorragende Einführung in die Gattungen und Lebensweise der mitteleuropäischen Bienen, das sich auch gut als Exkursionsführer eignet, der durch seine Kompaktheit in jeder (Foto-) Tasche Platz findet. Zwei die Autoren sind dem Leser dieser Seite keine Unbekannten, denn sie haben die Im April 2012 allerdings haben Felix Amiet & Albert Krebs im Haupt-Verlag einen überarbeiteten Nachfolger des Büchleins auf den Markt gebracht: Die Bienen Mitteleuropas: Gattungen, Lebensweise, Beobachtung sind u. a. taxonomisch aktualisiert, in einem größeren Format (14,5 x 21 cm) neu designt und mit zusätzlichen Fotos ausgestattet. Der Preis ist mit 39,90 € nicht gerade günstig, dennoch lohnt sich die Anschaffung zumindest für alle, die den Vorgänger nicht besitzen. |
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Das lange herbeigesehnte niederländische ... Das von Theo M.J. Peeters und elf weiteren Experten erstellte Standardwerk |
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Daß wichtige wissenschaftliche Literatur selbst von deutschen Muttersprachlern in Englisch veröffentlicht wird, ist heutzutage nicht ungewöhnlich. Friedrich Ruttner hatte als Ergebnis von Wochenendseminaren in Österreich und Deutschland bereits das Büchlein Breeding Techniques and Selection for Breeding of the Honeybee veröffentlicht, das sich mit der Reinzucht der beliebten carnica-Rasse und ihrer Unterscheidung von den einheimischen, aber stark hybridisierten "Landbienen"-Völkern befaßt. Dieser an das kühlere europäische Klima bestens angepaßten ursprünglichen Form, der Nominatrasse Apis mellifera mellifera bzw. "Dunklen Europäischen Honigbiene", ist der vorliegende Band gewidmet. Die Ergebnisse lassen in fünf Feststellungen zusammenfassen:
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Last but certainly not least: Der bekannteste deutsche Bienenforscher ist zweifellos Paul Westrich, und sein bekanntestes Buch ist das zweibändige Standardwerk Die Wildbienen Baden-Württembergs, das leider nur zwei Auflagen erleben durfte und auf dem antiquarischen Markt heißbegehrt ist. Die beiden Bände bieten mit ihrem schier unglaublichen Informationsgehalt, 496 Farbfotos und 396 Verbreitungskarten fast alles, was sich Bienenfreunde bis zu ihrer Veröffentlichung erträumen konnten:
Der 431 Seiten lange 1. Band enthält den allgemeinen Teil: eine wissenschaftlich genaue Beschreibung zuerst des Untersuchungsgebietes, dann der vielen verschiedenartigen Lebensräume der Wildbienen und dann im dritten Kapitel der Lebensweise von 42 Gattungen und sogar einzelner Arten. Das vierte Kapitel stellt die Nutznießer und Gegenspieler der Bienen vor, das fünfte ihre für Laien überraschende Beziehung zu den Blüten. Das sechste Kapitel befaßt sich mit der Gefährdung der Wildbienen und das siebte schließlich mit geeigneten Schutzmaßnahmen.
Der 972 Seiten lange 2. Band beginnt mit der Stellung der Bienen unter den Hautflüglern (Kapitel 8), ihrem Körperbau (9), der Systematik, Taxonomie und Nomenklatur (10), Methoden (11) und der Erforschung der Bienenfauna Baden-Württembergs (12). Dann kommen in Kapitel 13 auf 430 Seiten die Steckbriefe der bis zur Veröffentlichung bekannten deutschen Bienenfauna, leserfreundlich alphabetisch geordnet nach ihren Gattungen und innerhalb dieser nach Arten.
Wer sich einige Zeit mit dem Werk Westrichs beschäftigt hat, mag kaum glauben, welch ungeheures Wissen ein einzelner Wissenschaftler in jahrelanger Arbeit zusammenzutragen imstande ist. Auch erstaunt bei der Lektüre, wie gut wissenschaftlich Präzision und sachliche Formulierung mit allgemeinverständlichem Ausdruck vereinbar sind; und das Glück wollte es, daß der Autor auch als Fotograf zu glänzen vermag. So ist es kein Wunder, welch großes Interesse an den Wildbienen und ihrem Schutz dieses Werk auch unter Naturschützern und Laien seit den neunziger Jahren auslöst – auch diese Website wäre ohne dieses Buch nie begonnen worden. Eigentlich gehört es in jede Schul-, Universitäts- und Stadtbibliothek – und in jedes mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen befaßte Ministerium und Verwaltungsressort.
Wer von einem Werk derart verwöhnt wird, wird irgendwann übermütig in seinem Wünschen: Eine genaue Beschreibung, wie sie Amiet liefert, und gar ein Foto jeder Bienenart hätte das Glück des Bienenfreundes perfekt gemacht – und das öffentlich geförderte Budget gesprengt. Hinzu kommt, daß auch (und erst recht) nach den Wildbienen Baden-Württembergs Forschung und Erkenntnis weitergingen, wodurch einige Angaben heute veraltet sind: Aus der bekannten Roten Mauerbiene, Osmia rufa, etwa wurde Osmia bicornis, die Frühjahrs-Pelzbiene Anthophora avervorum trägt nun das Art-Epitheton plumipes, und die Efeu-Seidenbiene sucht man in dem zweibändigen Werk vergebens. Sie wurde in der Zwischenzeit entdeckt und genauestens untersucht, ihr vollständiger wissenschaftlicher Name lautet nicht zufällig Colletes hederae Schmidt & Westrich, 1993. Was liegt also näher, als sich von dem rührigen Wissenschaftler ein neues Bienenbuch zu wünschen? Wie man hört, ist es genau dieses Projekt, das Dr. Westrich in seiner spärlichen Freizeit vorantreibt. Bis zum Erscheinen des Buches kann man sich in seiner (Online-) Zeitschrift informieren: Eucera ...
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Ein Wunsch geht in Erfüllung: Das Buch, das Paul Westrich Anfang Juni 2011 veröffentlicht, ist zwar noch nicht die große wissenschaftliche Monografie, die den aktuellen Kenntnisstand über die heimischen Wildbienen dokumentiert, aber deshalb für den entomologischen Laien umso wertvoller: Es führt auf 168 Seiten und mit 479 oft ungewöhnlichen Farbabbildungen in unsere (ebenso wichtige wie gefährdete) Wildbienenfauna ein. Von den mehr als 550 heimischen Arten werden allein 92 in Farbfotos dargestellt, und viele weitere, ungewöhnliche Aufnahmen dokumentieren, wie und mit welchen Materialien Wildbienen ihre Nester bauen und wie vielfältig ihre Beziehungen zur Pflanzenwelt sind. Die gut verständlichen Texte erläutern, welche Wildbienen man im Garten, auf Balkon oder Terrasse mit Nisthilfen erfolgreich ansiedeln kann, wie man sie mit welchen Blütenpflanzen anlocken und fördern und welche spannenden Beobachtungen man dabei machen kann. Hier die wichtigsten Aspekte des Werks:
Das populärwissenschaftliche Werk (Format: 21,5 x 21,3 cm, Pfeil-Verlag) empfiehlt sich für alle Natur- & Bienenfreunde, die wissen möchten, was an und in ihren Nisthilfen geschieht und wer in ihrem (Natur-) Garten fliegt, sammelt und nistet, und ebenso für den Biologie-Unterricht an unseren Schulen. Der moderate Preis von 19,80 € trägt sicher zu einer weiten Verbreitung bei. |
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Seit Paul Westrich 1989 sein umfangreiches, zweibändiges Standardwerk (siehe oben) über Biologie, Schutz und Artenvielfalt unserer Wildbienen veröffentlichte, hat eine große Zahl weiterer Studien Ergebnisse geliefert, die für den Schutz der Wildbienenfauna relevant sind. 23 Jahre später präsentieren nun zwei schweizerische Bienen-Experten eine 164seitige Literaturarbeit, die den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zusammenfaßt. Alle Kapitel bestehen einheitlich aus vier Abschnitten: Hintergrund, Wissenschaftliche Erkenntnisse, Schutzmaßnahmen und Forschungsbedarf, und der zweite Abschnitt ist jeweils weiter untergliedert. Zahlreiche Diagramme und Tabellen untermauern die Aussagen. In der Einleitung erläutern die Autoren die Abhängigkeit unserer Bienen von zwei Hauptressourcen, nämlich geeigneten Niststrukturen und Pollen- und Nektarquellen zur Versorgung der Larven. Im zweiten Kapitel stellen sie wichtige Blütenpflanzen für gefährdete oligolektische und polylektische Wildbienen vor – auch exotische Zierpflanzen – und beleuchten exemplarisch die Blütenpräferenzen der Nahrungsgeneralisten unter den Bienen; zwei lange Pflanzenlisten ergänzen das zweite Kapitel. Das dritte Kapitel befaßt sich mit dem quantitativen Blütenbedarf. Broschüren und Faltblätter zum Bienenschutz gibt es schon seit Jahrzehnten, und viele legen den Schwerpunkt auf Nisthilfen, die man selbst herstellen oder kaufen kann, und nennen oft auch wichtige Futterpflanzen. Das vorliegende Werk bietet deutlich mehr: Es wird seinem Titel gerecht, denn es stellt den so nötigen Wildbienenschutz konsequent auf eine umfassende wissenschaftliche Grundlage und leitet aus gesicherten Erkenntnissen alle notwendigen Schutzmaßnahmen ab. Diese könnten an einigen Stellen etwas konkreter sein, um z. B. den Begriff der Kleinräumigkeit auch Laien verständlicher zu machen. Für einen naturverbundenen Gartenbesitzer und Bienenfreund mag das Buch "nur" (allerdings sehr empfehlenswerter) Luxus sein – für Behörden, Bio-Stationen, Planungsbüros etc. ist es eine Notwendigkeit. |
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