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- Abdomen
- 'Unterleib', Hinterleib der Gliederfüßer (Arthropoda) (H: lat.)
- abdominal
- zum Unterleib bzw. Hinterleib gehörig; Gegenteil: dorsal (D) (H: lat.)
- Abomasus
- der Eiweiß-verdauende Labmagen der Wiederkäuer, der auf den Blättermagen (Omasus) folgt. (H: lat.)
- Aboral
- der Mundöffnung entgegengesetzt; vergleiche: caudal. (H: lat.)
- Aciculae
- Saugborsten der Ringelwürmer (Annelida). (H: lat.)
- adult
- erwachsen, geschlechtsreif (H: lat.)
- Akrosom
- Spitzenlörperchen eines Spermiums. (H: altgr.)
- Albinismus
- 'Weißfärbung' mit unpigmentierten Augen durch Pigmentmangel, da die Melanozyten kein Melanin bilden (von lat. albus = 'weiß').
- Albino
- 'Weißling': Individuum, das kein Melanin bildet und durch Pigmentmangel weißlich ist (von lat. albus = 'weiß').
- Allometrie
- 'Andere Messung'. Die positive Allometrie ist das dem Gesamtorganismus vorauseilende Wachstum einzelner Körperteile. (H: altgr.)
- Alula
- 'Flügelchen', Diminutivform von lat. ala = 'Flügel': a) Daumenfittich des Vogelflügels; b) läppchenförmiger Anhang am körpernahen Innenrand eines Fliegenflügels.
- anal
- zum After gehörig bzw. in dessen Nähe gelegen (von lat. Anus)
- Analis
- hinterste Längsader(n) im Insektenflügel (H: lat.)
- Antenne
- Fühler der Krebstiere und Insekten. (H: altgr.)
- anterior
- am Vorderende gelegen. (H: lat.)
- Anus
- Ausgang des Mastdarms (Rectum), des letzten Teils des Dickdarms (Caecum). (H: lat.)
- Aorta
- Haupt- bzw. Körperschlagader. (H: lat.)
- Apex
- Scheitel, Spitze, oberes Ende einer Tierkörpers oder Organs.
- apical bzw. apikal
- spitzenwärts bzw. in der Nähe der Spitze eines Körpers oder Organs gelegen. (H: lat.)
- Apendix vermiformis
- Wurmfortsatz des Blinddarms. (H: lat.)
- apter
- flügellos
- Atlas
- am Schädel ansitzende erster Wirbel, der sich bei Säugetieren zusammen mit den Schädel um den Zapfen des zweiten Wirbels dreht. (H: lat.)
- atok
- ohne Geschlechtorgane; Gegenteil: epitok. (H: altgr.)
- Atrium
- 'Eintrittshalle': Vorkammer des Herzens. (H: lat.)
- Autopodium
- Hand- bzw. Fußbereich der Extremitäten von Wirbeltieren. (H: lat.)
- axillar
- 'in der Achsel'. (von lat. axillus = 'Achselhöhle')
- Axonem
- äußerer Geißelfaden. (H: altgr.)
- Autotomie
- Abstoßen eines Körperteils bei Gefahr – z. B. bei Eidechsen des Schwanzes – an vorgebildeten Bruchstellen. (H: altgr.)
- Basis
- 2. Beinglied der Spinnen und Krebstiere. (H: lat.)
- Bein
- Das Insektenbein besteht aus fünf Hauptgliedern: 1. Coxa (C, Hüfte), 2. Trochanter (S, Schenkelring), 3. Femur (F, Schenkel), 4. Tibia, (T Schiene) und 5. Tarsus, (T, Fuß, wiederum unterteilbar in fünf Teile, die sog. Tarsen).
- Blastula
- Blasenkeim, einschichtiges Entwicklungsstadium der Embryogenese. (H: altgr.)
- Branchie
- Kieme. (H: altgr.)
- Bronchien
- in die Lungen führende verzweigte Endabschnitte der Luftröhre. (H: altgr.)
- Bronchioli
- feinste Kapillaren in der Umgebung der Para- und Saccobronchien ('Lungenpfeifen' und 'Nebenbronchien') der Vögel, die in beiden Richtungen durchströmt werden. (H: altgr.)
- Bürzeldrüse (Glandula uropygialis)
- auf den Oberschwanz gelegene einzige Hautdrüse der meisten Vogelarten zur Gefiederpflege.
- brachypter
- mit stark reduzierten Flügeln, kurzflügelig
- Bursa copulatrix
- Begattungstasche der Gliederfüßer. (H: lat.)
- Callus, Plural: Calli
- 'Schwiele': Verdickung, Höcker, seitliche Ausbuchtung am Thorax eines Insekts (T), genauer: am Pronotum (P). Als Callus wird in der Medizin der verstärkte Knochenwuchs um eine Bruchstelle herum bezeichnet oder eine Hautschwiele am Fuß.
- Caecum
- Blinddarm. (H: lat.)
- Calypter
- Flügelschuppe (H: gr.): bei Fliegen ein Läppchen am hinteren (bzw. inneren) Rand der Vorderflügel zwischen der hinteren Flügelbasis und der Alula.
- Canini
- Fang- und Eckzähne der Säugetiere. (H: lat.)
- Caput
- Kopf; von Caput sind Kapital, Kapitel etc. abgeleitet. (H: lat.)
- Carapax
- Rückenschild bei Schwertschwänzen (Xiphosura) und Krebsen; Knochenpanzer bei Schildkröten. (H: lat.)
- Cardia
- 'Magenmund': Einmündung der Speiseröhre (Ösophagus) in den Magen bzw. Vorderteil des Säugetiermagens; Vordermagen der Seesterne und Krebse. (H: lat.)
- Cardo
- "Angelstück" (Grundglied) im oberen Teil des Rüssels (Proboscis) bzw. Unterkiefers (Maxille): Der "Cardo" bildet die schalenförmige Gelenkverbindung mit der Kopfkapsel. Auf ihm sitzt der "Stamm" (Stipes) (S), der sich in die Galeae (G) fortzsetzt.
- Carpalia
- Handwurzelknochen. (H: lat.)
- Carpus
- Beinglied der Spinnen und Krebse; Hand der Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere (Tetrapoden). (H: lat.)
- caudad
- schwanzwärts. (H: lat.)
- caudal
- am Schwanz bzw. hinteren Körperende gelegen; auch: kaudal (H: lat.)
- Centrum
- 'Mittelpunkt': Wirbelkörper. (H: lat.)
- Cephalon
- Kopfabschnitt der Krebse, der mit dem ersten Teil des Brustabschnitts (Thorax) zum Cephalothorax verwachsen ist. (H: altgr.)
- Cephalothorax
- vorderer Abschnitt eines Krebses, der aus dem Kopf (Caput) und dem ersten Teil des Brustabschnitts (Thorax) besteht. (H: lat.)
- Cercus (Plural: Cerci)
- Zangen- bzw. stiftförmige Dornen am Hinterleib von Insekten (z. B. der Heuschrecken; ursprünglich Gliederfüße); sie können bei der Paarung eine Rolle spielen. (H: lat.)
- Clypeus
- Kopfschild(chen) bzw. schildförmige Region oberhalb der Oberlippe (Labrum) und unterhalb des Stirnschildchens eines Insektenkopfes (Caput).
- Colon
- 'Enddarm': Teil des Dickdarms (Caecum)
- Corbiculae
- Lange Haare bzw. Borsten am oberen Beinglied eines Bienen-Hinterbeines zum Aufnehmen und Transportieren von Pollen. Das regelmäßige Belecken verklebt den Pollen zu einem kompakten "Pollenhöschen", das während der Sammelflüge nicht verlorengeht.
- Costa
- Die erste Längsader im Insektenflügel (H: lat.). Ein Costalfeld ist ein Flüfelfeld hinter der Costa.
- Coxa
- Hüfte; bei Insekten das 1. Beinglied zwischen der Brust (Thorax) und dem Schenkelring (Trochanter). (H: lat.)
- Cubitus
- Die 5. Längsader im Flügel eines Insekts. (H: lat.)
- Cuticula
- die Körperdecke (der "Panzer") der Gliederfüßer (Arthropoda) (eine Abscheidung der Epidermis)
- Dichroismus (Dichromatismus), Geschlechtsdichro(mat)ismus
- 'Zweifarbigkeit': Unterschiedliche Färbung derselben Art. Geschlechtsdichro(mat)ismus bedeutet also, daß sich Männchen und Weibchen einer Art farblich unterscheiden. Beispiel: die Amsel, wo nur das Männchen ein schwarzes Federkleid und einen gelben Schnabel hat. (Von altgr. dichroos = 'zweifarbig')
- Dimorphismus, Geschlechtsdimorphismus
- 'Zweigestaltigkeit': Existenz verschiedener Formen derselben Tier- oder Pflanzenart. Geschlechtsdimorphismus bedeutet also, daß sich Männchen und Weibchen einer Art hinsichtlich ihrer Größe und/oder Form unterscheiden. Wenn der Unterschied nur ihrer Färbung besteht, ist der Begriff des Dichromatismus angebracht. (Von altgr. di = 'zweifach' und morphe = 'Gestalt')
- diploid
- In den Zellen ist in der Regel jedes Chromosom doppelt = diploid vorhanden,
nämlich jeweils eines von der Mutter und eines vom Vater. Außer den Gameten
(Geschlechtszellen), die immer hapoid sind, haben die meisten
tierischen Zellen einen diploiden Chromosomensatz. Gegensatz: haploid (H).
- distal
- von der Mittellinie des Körpers 'entfernt'; Gegenteil: proximal (P). (H: lat.)
- dorsal
- Zum Rücken gehörig, rückenseitig; Gegenteil: ventral (V) bzw. abdominal (A).
- Dufour-Drüse
- Drüse im hinteren Abdomen (A) einer Biene, die ein für den Bau der Brutzellen wichtiges Sekret absondert; benannt nach Dufour, der die Existenz dieser Drüse schon 1835 annahm.
- Duodenum
- 'Zwölffingerdarm' (H: lat.)
- endogen
- 'aus dem (Körper-) Inneren verursacht', innerlich (H: altgr.)
- Exuvie
- Die leere Körperhülle, die bei der Häutung eines Insekts zurückbleibt (Metamorphose). (H: lat.)
- Facettenauge
- Das "Komplexauge" der Insekten; es besteht aus einer großen Zahl winziger Facetten bzw. Einzelaugen, die ihre Umwelt wie ein grobes Rasterfoto abbilden. (H: lat.)
- Femoralpore
- Hautdrüse an der Oberschenkel-Innenseite einiger Eidechsenarten (H: lat.)
- Femur
- Schenkel; bei Insekten das 3. Beinglied zwischen der Schiene (Tibia) und dem Schenkelring (Trochanter). (H: lat.)
- Flagellum
- Geißel eines Insektenfühlers (Antenne) (A). Das Flagellum sitzt auf dem Pedicellus und dieses auf dem Scapus (Schaft). Es besteht aus mehreren Gliedern, die nur als ganzes beweglich sind.
- Flavismus
- 'Gelbneigung'; Gelbfärbung durch Hemmung der Pigmentbildung (H: lat.)
- Flocculus
- Haarlocke am Schenkelring (Trochanter) (T), dem zweiten von fünf Gliedern des Bienenbeines
- Frons
- Stirn des Insektenkopfes, Bereich oberhalb des Stirnschildchens
- Galea
- paariger, also doppelt vorhandener Teil des Rüssels auf beiden Seiten der Zunge und der Unterlippentaster (Labialpalpi). Die Galea sitzt auf dem paarigen Stipes (S).
- Galle
- fettemulgierendes Verdauungssekret der Leber.
- Gameten
- Geschlechtszellen, Keimzellen; Gegenteil: Körperzellen.
- Geißel bzw. Flagellum
- Der dritte, mehrgliedrige Teil der Geißelantenne (A) moderner Insekten.
- Genae, Singular: Gena
- 'Wangen': der schmale Streifen hinter den Komplexaugen eines Insekts.
- Glossa
- Zunge der Bienen, zentraler unpaariger Teil des Rüssels bzw. seiner Unterlippe (Labium).
- Haemolymphe
- die Körperflüssigkeit der Gliederfüßer (Arthropoda)
- Halteren
- paarige Schwingkölbchen von Insekten, die einst durch Reduktion eines der beiden ursprünglichen Flügelpaare entstanden. (H: altgr.)
- Hamuli
- Häkchen an den Flügelrändern, die Vorder- und Hinterflügel im Flug miteinander verbinden.
- haploid
- mit einfachem Chromosomensatz. (H: lat.)
- Hectocotylus
- zum Begattungsorgan umgebildeter Fangarm männlicher Kopffüßer (Cephalopoden, also z. B. Tintenfische). (H: altgr.)
- hemimetabol, Substantiv: Hemimetabolie
- ′halbe Umwandlung′: allmähliche schrittweise bzw. unvollkommene Metamorphose ohne Puppenstadium, wie sie bei Heuschrecken zu beobachten ist: Die Nymphen sehen wie Miniaturausgaben ihrer Eltern aus, unterscheiden sich von diesen (den Imagines) aber durch fehlende oder unvollständig entwickelte Flügel und Genitalien. Gegenteil: Holometabolie.
- herodont
- aus verschiedenartigen Zähnen zusammengesetzt. (H: altgr./lat.)
- Hilus
- Vertiefung auf Organen, wo Gefäße und Nerven eintreten. (H: lat.)
- holometabol, Substantiv: Holometabolie
- (mit) vollständige(r) Verwandlung (Metamorphose) einschließlich des Puppenstadiums. Gegenteil: Hemimetabolie.
- homodont
- aus gleichartigen Zähnen zusammengesetzt. (H: altgr./lat.)
- Humerus
- das Schulterstück des Brustabschnitts (Thorax)
- Ileum
- 'Leerdarm': Endteil des Dünndarms der Säugetiere. (H: lat.)
- Imago, die; Plural: Imagines
- Das erwachsene Insekt nach abgeschlossener Metamorphose (M). Die Larvenphase (Larvalphase) (L) vieler Insekten dauert sehr viel länger als ihre jeweilige Imaginalphase, die ausschließlich der Fortpflanzung dient. (H: lat.)
- Incisivi
- Schneidezähne der Säugetiere. (H: lat.)
- Intestinum
- Dünndarm. (H: lat.)
- Jejunum
- 'Krummdarm': Mittelteil des Dünndarms der Säugetiere. (H: lat.)
- juvenil
- jugendlich, noch nicht geschlechtsreif (H: lat.)
- kaudal
- Deutsche Schreibweise für caudal (c).
- Körbchen
- bei den Weibchen nestbauender Bienen ein von Haaren umgebener Raum zum Ansammeln und Transport von Pollen. Körbchen gibt es auf der Außenseite der Hinterschienen (Tibia) von Hummeln und Honigbienen (Bombus, Apis mellifera), auf der Innenseite der Hinterschenkel (Femur) bei vielen Colletinae, Andrenidae und Halictinae und an den Seiten des Mittelsegments (zwischen Thorax und Abdomen) bei Colletes und Andrena.
- Komplexauge
- Auch: "Facettenauge" es besteht aus einer großen Zahl winziger Facetten bzw. Einzelaugen, die die Umwelt eines Insekts wie ein grobes Rasterfoto abbilden. (H: lat.)
- Labium
- Die Unterlippe (eines Insekts) (H: lat.)
- Labrum
- Die Oberlippe (eines Insekts) (H: lat.)
- Larve
- Lebens- bzw. Entwicklungsform zwischen der Ei- und Jugendphase – z. B. bei Amphibien die Kaulquappe. Larven sehen meist ganz anders aus als die erwachsenen Tiere ihrer Art und leben oft auch anders bzw. an anderen Orten.
- Larvalphase
- In der Entwicklung eines Insekts die Phase zwischen Ei und Puppe. Die Larvenphase vieler Insekten dauert sehr viel länger als ihre jeweilige Imaginalphase, die ausschließlich der Fortpflanzung dient.
- lateral
- seitlich (H: lat.)
- Leukismus
- Weißfärbung mit pigmentierten Augen durch Fehlen der Melanozyten; beim Albinismus (A) sind diese 'farbstoffbildenden Zellen' vorhanden, bilden aber keinen Farbstoff. (H: altgr.)
- macropter
- groß- bzw. langflügelig. Macroptere, also flugfähige Formen einer Heuschreckenart überwinden größere Distanzen und fördern so die Ausbreitung der Art und den Genaustausch.
- Mandibel
- 'Unterkiefer'; bei Insekten das erste Paar von Mundwerkzeugen. (H: lat.)
- Maxille
- 'Kiefer'; Maxilla superior = 'Oberkiefer', M. inferior bzw. Mandibula = 'Unterkiefer'. (H: lat.)
- Media
- Die 4. Längsader im Insektenflügel (H: lat.). Das Medialfeld ist das Flügelfeld hinter der Media.
- Medianhöcker
- Höcker auf dem Schädeldach.
- Melanismus
- Schwarz- bzw. Dunkelfärbung (H: altgr.)
- Melanophoren
- Zellen, die schwarze Pigmente haben und Schwarzfärbung versachen (H: altgr.)
- Melanozyten
- farbstoffbildende Zellen (H: altgr.)
- Mesonotum
- Die Rückenplatte des 2. Segments des Insekten-Thorax (T). (H: lat.)
- Mesosternum
- Die Bauchplatte des 2. Segments des Insekten-Thorax (T). (H: lat.)
- Mesothorax
- Das mittlere Segment des Thorax zwischen dem Prothorax und dem Metathorax.
- Metamorphose
- 'Umwandlung' einer Larve in das Geschlechtstier bzw. fertige Insekt, das auch Imago genannt wird. (H: lat.)
- Metanotum
- Die Rückenplatte des 3. Segments des Insekten-Thorax (T). (H: lat.)
- Metasternum
- Die Bauchplatte des 2. Segments des Insekten-Thorax (T). (H: lat.)
- Metathorax
- Das letzte Segment des Thorax nach dem Prothorax und dem Mesothorax.
- Metazona
- Der durch eine Querfurche abgegrenzte hintere Teil des Halsschildes (Pronotum, P) (H: lat.)
- Mittelsegment
- der hinterste Teil des Thorax, der diesen mit dem Abdomen verbindet und entwicklungsgeschichtlich zum Abdomen gehört.
- Morphologie
- Formbildung
- Mykorrhiza
- Die Wurzel "höherer" Pflanzen (z. B. Bäume), die in ihrer Rindenzone von Pilzen besiedelt wird.
- Neotenie
- Eintritt der Geschlechtsreife bereits im Larvalstadium, also ohne Metamorphose. Das bekannteste Beispiel regelmäßiger Neotenie unter den Schwanzlurchen ist der mexikanische Axolotl; Neotenie kommt aber gelegentlich auch unter heinmischen Molchen vor. Sie ist genetisch bedingt oder durch einen starken Mangel an mineralischen Jod im Wasser verursacht. (H: altgr.)
- Nymphe
- ′Mädchen′, ′weibliche Gottheit′: in der Zoologie ein Entwicklungsstadium, welches, im Gegensatz zu Larven, keine eigenen Larvalmerkmale besitzt, sondern einer kleinen Imago ähnelt. Nymphen findet man vor allem bei Insekten mit allmählicher bzw. unvollkommener Metamorphose (Hemimetabolie), etwa Heuschrecken. Von den Imagines unterscheiden sie sich durch fehlende oder unvollständig entwickelte Flügel und Genitalien.
- Ocellen bzw. Ozellen
- Punktaugen oft im Gegensatz zu den Komplex- (K) bzw. Facettenaugen (H: lat.)
- Ommatidium, Mehrzahl: Ommatidien
- Einzelauge ("Facette") eines Komplex- bzw. Facettenauges eines Insekts
- Ösophagus
- 'Speiseröhre': Abschnitt des Verdauungssystems, der die Verbindung zwischen Rachen und Magen darstellt.
- Palpen
- Taster, mehrteilige Anhänge der Mundwerkzeuge (eines Insekts). (H: lat.)
- Parotiden, auch: Parotoiden oder Parotoiddrüsen
- Ohrdrüsen, paarige Wülste hinter den Augen mancher Amphibienarten, vor allem bei den Echten Kröten, aber auch einigen Schwanzlurchen (z. B. Alpen- und Feuersalamander). In Parotiden werden verschiedene Giftstoffe (Alkaloide) produziert, die Freßfeinde abwehren und gegen Hautparasiten (Ektoparasiten) wirken.
- Pedicellus
- Der Mittelteil eines Insektenfühlers (Antenne) (A): Das mehrgliedrige Flagellum (Geißel) sitzt auf dem Pedicellus und dieses auf dem Scapus (Schaft).
- Petiolus
- 'Stiel': das oft lange, dünne und bewegliche erste Segment des Abdomens einer Wespe.
- Pheromon
- nach außen abgegebener Duftstoff, der der innerartlichen (intraspezifischen) Kommunikation dient, vor allem der Geschlechterfindung. (H: altgr.)
- Pholidose
- Beschuppung, Anordnung der Schilde bei Reptilien. (H: altgr.)
- postorbital
- hinter dem Auge liegend (H: lat.)
- Postscutellum
- Der dritte und letzte kleine Rückenschild auf dem Thorax nach dem Scutum (= Mesonotum) und Scutellum.
- Praecostalfeld
- Das Flügelfeld vor der Costa (C). (H: lat.)
- Proboscis
- Rüssel der Insekten, bestehend aus Unterkiefer (Maxille) und Unterlippe (Labium).
- Pronotum
- Der Halsschild (eines Insekts) (H: lat.)
- Prosternum
- Die Bauchplatte des 1. Thoraxsegments des Insekts unter dem Pronotum (H: lat.)
- Prothorax
- Das erste Segment des Thorax. Es folgen der Mesothorax und der Metathorax.
- proximal
- (′an nächster Stelle′) zur Körpermitte hin gelegen; Gegenteil: distal (D).
- Pterostigma
- Flügelmal: kleine schmale dunkle Zelle am äußeren Flügelrand (Richtung Flügelspitze)
- Ptilinum
- Stirnblase: Das Ptilinum ist ein umstülpbarer Beutel oberhalb der Antennen-Basis auf dem Kopf von Arten der großen Gruppe der "Deckelschlüpfer" (Cyclorrhapha) innerhalb der Fliegen (Diptera > Brachycera). Durch Einpressen von Hämolymphe kann die Fliegen-Imago den Deckel ihrer Tönnchenpuppe aufsprengen, um zu schlüpfen. Anschließend kollabiert das Ptilinum und verschwindet wieder im Kopf, auf dem eine Naht die Öffnung markiert.
- Pulvillus, Plural: Pulvillen
- Blasenfuß, Haftkörper, Haftlappen: (paariges) Organ am Krallenglied (am distalen Ende des Tarsus), dessen Röhrenhaare an den Spitzen ein Haftsekret absondern.
- Puppe
- Die dritte Phase der Hautflügler-Entwicklung: Ei–Larve/Ruhelarve–Puppe–Imago. Die Puppe zeigt bereits ide Umrisse der flugfähigen Biene (Imago).
- Pygidialplatte
- kleine "Analplatte" an der Spitze des Hinterleibs (Abdomen).
- Prozona
- Der durch eine Querfurche abgegrenzte vordere Teil des Halsschildes (Pronotum, P) (H: lat.)
- Pylorus
- 'Magenpförtner': Schließmuskel des Magenausgangs
- Radius
- Die 3. Längsader im Insektenflügel (H: lat.)
- Regenerat
- neu gebildetes Körperteil (nach Verletzung, Autotomie, A) (H: lat.)
- Retikulation bzw. Retikulierung
- gitter- bzw. netzförmige Musterbildung (H: lat.)
- Ruhelarve
- auch: Vorpuppe. Die aus dem Ei geschlüpfte Larve frißt den Proviant ihrer Brutzelle und wächst bis zu einer Größe, in der sie sich verpupppen kann; dann unterbricht sie ihre Entwicklung und überwintert als Ruhelarve. Dieses Stadium kann bis zu 11 Monate dauern.
- sagittal
- 'pfeilförmig'; auch: 'seitlich': Die sagittale Ansicht ist die seitliche Ansicht.
- Scapus
- Der erste, basale Teil bzw. Schaft eines Insektenfühlers. Er setzt sich über das Pedicellus in die Geißel (Flagellum) fort.
- Scopa, Mehrzahl: Scopae
- Schienenbürste bzw. Körbchenhaare, die dem Transport der Pollen dienen; diese bilden an blütenreichen Tagen auffällig dicke goldige Polster.
- Scutellum
- ′Schildchen′: der zweite und kleinere Rückenschild auf dem Thorax nach dem Scutum; es folgt das Postscutellum.
- Scutum
- auch: Mesonotum; der erste, große Rückenschild auf dem Thorax. Es folgen das Scutellum und das Postscutellum. (Im Lateinischen meinte scutum den lederbezogenen Schild der römischen Soldaten.)
- Segment
- ein Körperabschnitt der Gliedertiere (Articulata)
- Sexualdichromatismus
- auf Farbunterschiede eingeschränkter Sexualdimorphismus zwischen männlichen und weiblichen Individuen einer Art (H: altgr.)
- Sexualdimorphismus
- morphologische Unterschiede (Größe, Form, Färbung) zwischen männlichen und weiblichen Individuen einer Art (speziell solche, die nicht die Sexualorgane betreffen) (H: altgr.)
- Spermatophore
- Samenkapsel (H: altgr.)
- Spermiogenese
- Bildung männlicher Geschlechtszellen (H: altgr.)
- Sphincter, Sphincter anus
- Ringmuskel, der den Anus verschließt. (H: altgr.)
- Spiegel
- Eine runde Membran im härteren Vorderflügel männlicher Langfühlerschrecken (Ensifera), die den Schall beim "Singen" (Stridulieren) verstärkt
- Spirakulum
- Luftloch, etwa das Atemloch der Kaulquappe (H: lat.)
- Sternit
- Segment bzw. Panzerring auf der Unterseite des Hinterleibs (Abdomen) eines Insekts. Die Segmente auf der Oberseite des Abdomens werden als Tergit (T) bezeichnet. (H: lat.)
- Stylus (Plural: Styli)
- Ein stiftförmiger Anhang der Subgenitalplatte am Hinterleibsende der Männchen einiger Langfühlerschrecken (Ensifera). (H: lat.)
- subadult
- noch nicht erwachsen, halbwüchsig (H: lat.)
- subcaudal
- an der Schwanzunterseite (H: lat.)
- Subcosta
- Die 2. Längsader im Insektenflügel (H: lat.)
- Subcoculare
- Unteraugenschild (H: lat.)
- Supraciliare
- Augenbrauenschild (H: lat.)
- Supralabiale
- Oberlippenschild (H: lat.)
- Supratemporale
- Oberschläfenschild (H: lat.)
- Subgenitalplatte
- Die letzte Bauchplatte des Hinterleibs (Abdomens, A) (H: lat.)
- Tarsus
- Der Fuß; bei Insekten der letzte, mehrgliedrige Teil des Beins. Die Fußglieder werden auch als Tarsen bezeichnet. (H: lat.)
- Taster
- ein Teil der Mundwerkzeuge: die erste Maxille und das Labium
- Tegula, Plural: Tegulae
- 'Dachziegel': beweglicher Anhang auf dem mittleren Thorax-Segment, Deckschuppe für die empfindliche Flügelbasis. Käfer haben keine Tegulae.
- Tergit
- Segment bzw. Panzerring auf dem Rücken des Hinterleibs (Abdomen) eines Insekts. Die Segmente auf der Unterseite des Abdomens werden als Sternit (S) bezeichnet.
- Terminalia
- die äußeren Geschlectsorgane der Zweiflügler (Dipteren) am Hinterende des Hinterleibs (Abdomen)
- Thorax
- 'Brustkasten', der mittlere Körperabschnitt von Gliederfüßern (Arthropoda), also von Insekten, Spinnen etc., zwischen Kopf (Caput, C) und Hinterleib (Abdomen, A) (H: altgr.)
- Tibia
- Schiene; bei Wirbeltieren das Schienbein im Unterschenkel; bei Insekten das 4. Beinglied zwischen dem Schenkel (Femur, F) und dem Fuß (Tarsus, T). (H: lat.)
- Trachee
- das röhrenförmiges Atemorgan der Insekten
- Tracheenkiemen
- Atemorgane: blattförmige, tracheenreiche Ausstülpungen wasserbewohnender Insektenlarven
- Trochanter
- Schenkelring; bei Insekten das 2. Beinglied zwischen der Hüfte (Coxa, C) und dem Schenkel (Femur, F). (H: altgr.)
- Tympanon, auch: Tympanum
- Trommelfell (H: altgr.).
- Tympanalorgan
- ein Gehörorgan von Insekten. Die Tympanalöffnung ist die Öffnung des Hörorgans etwa bei Heuschrecken.
- Unguis, Plural: Ungues
- 'Klaue(n), Kralle(n)'
- ventral
- Zum Bauch gehörig, bauchseitig; ähnlich: abdominal (A), Gegenteil: dorsal (D) (H: lat.)
- Ventralia
- Bauchschild (H: lat.)
- Vertebralstreifen
- Rückgradstreifen, Rückenlinie über der Wirbelsäule, wie sie etwa bei der Kreuzkröte oder den Wasserfröschen sichtbar ist (H: lat.)
- Vibrissa, Plural: Vibrissae
- Vibrissen (H: lat.): Tast- bzw. Schnurhaare, etwa bei Katzen. Vibrissen bestehen wie andere Haaren aus totem Material, sie sind allerdings in einen speziellen Haarbalg (Follikel) eingebettet, der zwischen seiner äußeren und inneren Wandung eine blutgefüllte Kapsel enthält: den sogenannten Blutsinus, in den Nervenenden münden. Wenn ein Tasthaar (das auch Sinushaar genannt wird) bewegt wird, bewegt dieses wiederum das Blut in der Kapsel, was von den Nerven an der Basis registrietrt wird.
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