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- abiotisch
- 'unbelebt'. Abiotische Umweltfaktoren sind die Boden-, Wasser- und Luftverhältnisse eines Biotops bzw. Habitats und das Klima dort.
- Abundanz
- häufiges Vorkommen (H: lat.)
- adult
- erwachsen, geschlechtsreif (H: lat.)
- adventiv
- ′hinzugekommen′: Adventive Tier- oder Pflanzenarten wurden meist eingeschleppt.
- Aggregation
- Scheingesellschaft: eine Ansammlung von Tieren, die nicht sozial bedingt ist, sondern unabhängig voneinander durch die gleichzeitige Nutzung desselben Ortes zustande kommt, etwa eines Futter- oder Trinkplatzes, eines Schlaf- oder Überwinterungsplatzes oder eines Versteckes. In Totholz nistende Insekten z. B. sind meist Einzelgänger, auch ween sie in großer Zahl dort vorkommen.
- Aggression
- Als "Aggression" bezeichnet man die Anwendung oder Androhung von Gewalt zur Durchsetzung eigener Interessen. Diese richten sich meist direkt auf die Sicherstellung der Nahrungsgrundlage oder der Fortpflanzung und damit letztlich die Weitergabe der eigenen genetischen Veranlagung. Hierfür wurde der Begriff des "Egoismus der Gene" geprägt, der über die Arterhaltung hinausgeht und den individuellen Egoismus eines Lebewesens meint ...
Ein Löwenmännchen zum Beispiel, das eine Gruppe Weibchen mit Nachwuchs übernommen haben, tötet den Nachwuchs die wehrlosen Jungen seines Vorgängers, um seinen eigenen Genen zum Erfolg zu verhelfen.
- Adaptation
- Anpassung. (H: lat.)
- Agamogonie
- ungeschlechtliche bzw. vegetative Vermehrung; Gegenteil: (Gamogonie). (H: altgr.)
- Aculeata
- Stechimmen: die Hautflügler (Hymenoptera) mit Wespentaille, deren Weibchen einen Giftstachel haben.
- allochton
- eingebürgert (H: altgr.); Gegenteil: autochton.
- Allopatrie, Eigenschaftswort: allopatrisch
- Geographisch getrenntes Vorkommen von Tier- oder Pflanzen-Populationen oder -arten (H: altgr.); allopatrische Populationen entwickeln sich durch Mutationen allmählich auseinander, was schließlich zur Ausbildung neuer Arten führt. Gegenteil: Sympatrie.
- Amplexus · Amplexus axillaris
- Umklammerung des Weibchens durch ein paarungsbereites Männchen; der Amplexus axillaris ist die Umklammerung des Weibchens in der Achselgegend.
- Angiospermen
- 'Fruchtknotensamer', bedecktsamige Pflanzen bzw. Blütenpflanzen, die große Mehrzahl der rezenten Pflanzen. (Von altgr. angion = 'Behälter', was hier den Fruchtknoten meint, und sperma = 'Samen')
- anthropophil
- 'menschenliebend'; anthropophile Tierarten suchen die Nähe des Menschen (Kulturfolger).
- Archäobiota bzw. Archaeobiota
- Oberbegriff zu den Archäozoen ('alte Tierarten'), Archäophyten ('alte Pflanzenarten') und Archäomyceten ('alte Pilzarten') – also jene Arten von Lebewesen, die vor der Entdeckung Amerikas (1492) – also in der Jungsteinzeit, Antike und im Mittelalter – eingeführt oder versehentlich eingeschleppt sind.
- Ästivation
- 'Übersommerung', Sommerruhe, Sommerschlaf (H: Latein).
- autochton
- alteingesessen, bodenständig (H: altgr.); Gegenteil: allochton.
- Autotomie
- Selbstverstümmelung, z. B. Abtrennung von Schwanzteilen. (H: altgr.)
- Avifauna
- 'Vogelwelt' (Von lat. avis = 'Vogel' und fauna = 'Tierwelt')
- Amphibien
- Lurche, wechselwarme Tiere, die im Wasser und auf dem Land leben. Amphibien stellen die ursprünglichsten Landwirbeltiere dar, sie sind mit ihrer nackten und atmenden Haut auf Feuchtigkeit und zur Fortpflanzung auf Wasser angewiesen. (Von altgr. amphi = 'zweifach' und bios = 'Leben')
- biotisch
- 'belebt'. Die biotischen Umweltfaktoren eines Biotops bzw. Habitats sind die übrigen Tier- und Pflanzenarten dort.
- Biozönose
- ′Lebensgemeinschaft′: Gemeinschaft verschiedener Tier- und Pflanzenarten, die ähnliche Umweltbedingungen (dasselbe Biotop bzw. Habitat) benötigen und einseitig oder gegenseitig voneinander abhängen vor allem ernährungsbiologisch (vom altgriechischen bios = 'Leben' und koinos = 'gemeinsam'). Manche biologen verwendet die Bezeichnung Zönose (Z).
- Brutparasitismus
- Häufige, für Kuckucke kennzeichnende Form des Parasitismus, bei der eine Art die Brutfürsorge oder -pflege einer anderen Art (der "Wirtsart") für sich ausnutzt. Man unterscheidet Futterparasitismus (die Nutzung eingetragener Nahrungsvorräte) und Raubparasitismus (das Befallen der Wirtslarve).
- detritophag
- Detritus-fressend (Detritus = organische Schweb- und Sinkstoffe in Gewässern).
- Diapause
- Entwicklungsruhe während der Metamorphose zur Überbrückung der kalten Jahreszeit. Überwintern kann eine Biene als Larve, als Puppe oder als fertiges Insekt (Imago).
- Diversität
- 'Mannigfaltigkeit', Artenvielfalt (Von lat. diversus = 'entgegengesetzt'.)
- Domestikation, Domestizierung
- 'Haustierwerdung', Züchtung von Tieren und Pflanzen nach den Kriterien des Menschen; die natürliche Auslese (Selektion) der Evolution wird dabei durch eine künstliche Zuchtwahl ersetzt. (Von lat. domesticus = 'häuslich')
- Endemit, Eigenschaftswort: endemisch
- Einheimische Tier- oder Pflanzenart, die nur in einem definierten Gebiet vorkommt (H: altgr.).
- endogäisch
- 'unterirdisch': endogäisch nistende Arten legen ihre Nester in der Erde an, etwa in selbstgegrabenen Gängen oder in Mäuseburgen; Gegenteil: hypergäisch (H)
- Endosymbiose
- Eine Symbiose (S), bei der eine Art in einer anderen lebt, z. B. eine Algenzelle der Art Nephroselmis in dem Geißeltierchen (Flagellanten) Hatena, das die Alge verschluckt und ihren Photosensor zur Photosythese nutzt. Während der Freßaparat des Flagellanten verkümmert, wächst die Alge auf ihre zehnfache Größe und verändert ihre Zellstruktur.
- Entomologie
- Die Wissenschaft von den Gliedertieren, bes. den Insekten bzw. Kerbtieren (H: altgr.). Ein anderes Wort, das aber nur auf Insekten verweist, ist "Insektologie"; (Die erste Hälfte dieses Wortes ist lat., die zweite wieder altgr.). Ein Insektenkundler ist ein "Entomologe" oder auch "Insektologe".
- enthomophil
- ′insektenliebend′ bzw. ′insektenblütig′: Enthomophile Blütenpflanzen werden von Insekten bestäubt, nicht vom Wind oder z. B. von Vögeln oder Fledermäusen.
- Ethologie
- ′Verhaltenskunde′, ′Verhaltensbiologie′, aus der "vergleichenden Verhaltensforschung" hervorgegangenes Studiengebiet der Biologie.
- euryök
- ′breit, weit′ bezüglich der ′Umwelt′: hinsichtlich eines oder mehrerer Umweltfaktoren unspezialisiert, Umwelt-tolerant bzw. Umwelt-Generalist. Gegenteil: stenök bzw. Stenökie (S).
- Eukaryoten
- Einzeller und Vielzeller, die sich einst aus Prokaryoten entwickelten und ihrerseits die Vorfahren der heutigen Protisten (ursprünglichste Gruppe der Eukaryoten: Algen, Geißeltierchen etc.), Pflanzen, Pilze und Tiere waren. (H: altgr.)
- eusozial
- ′auf breiter Basis sozial′, ′hochorganisiert′, also in weiten Bereichen ′gesellig′ im neutralen bzw. wertfreien Sinne. Wichtige Merkmale sind die Arbeitsteilung und zwei Generationen in einem Volk. Honigbienen gelten als hocheusoziale, Hummeln als primitiv eusoziale Wildbienen.
- eutroph, Substantiv: Eutrophie, Eutrophierung
- ′nährstoffreich′, Trophiestufe (T) 3: Manche Pflanzen gedeihen nur oder vorzugsweise auf eutrophen Böden, andere nur auf oligotrophen, also nährstoffarmen. Eutrophierung bedeutet ′Überdüngung′.
- Evolution
- ′Entwicklung′, die stammesgeschichtliche Weiterentwicklung von Tier- und Pflanzenarten. Evolution erfolgt durch Mutation und Selektion.
- Fauna
- 'Tierwelt', 'Tierreich' (H: lat.).
- Faunistik
- Als Teilgebiet der Zoologie die Lehre vom Vorkommen und der Verbreitung von Tierarten in einem größeren Gebiet
- Flora
- 'Pflanzenwelt', 'Pflanzenreich' (H: lat.).
- Generalist
- (Pflanzen- oder) Tierart, die sich nicht auf bestimmte Klimate, Nahrung, Nahrungs- und/oder Fortpflanzungshabitate spezialisiert hat, sondern ein mehr oder weniger breites Nahrungs- und Habitatspektrum nutzen kann. Gegenteil: Spezialist.
- Genetik
- Wissenschaft von der Entstehung der Lebewesen; im engeren Sinne: Vererbungslehre. (Von altgr. genesis = 'Erzeugung, Ursprung')
- Genotyp(us)
- Die erblichen (genetischen) Eigenschaften eines Lebewesens, im Unterschied zu seinem Phänotyp(us), also seinem äußeren Erscheinungsbild; Eigenschaftswort: genotypisch. (H: altgr.)
- Gymnospermen
- 'Nacktsamer', aus den ersten Samenpflanzen entstandene Pflanzen (vor allem Koniferen), deren offen liegende ("nackte") Samen den Embryo und die zur Entwicklng nötigen Reservestoffe mit einer Hülle gegen Austrocknung und sonstige Schädigung schützen. (Von altgr. gymnos = 'nackt' und sperma = 'Samen')
- halophil
- 'salzliebend'
- Herpetologie
- Die Wissenschaft von den Amphibien ('Lurchen') und Reptilien ('Kriechtieren') (H: altgr.). Ein Lurch- und Kriechtierkundler ist demnach ein "Herpetologe".
- Hibernation
- 'Überwinterung', Winterruhe, Winterschlaf (H: Latein).
- holometabol, Substantiv: Holometabolie
- (mit) vollständige(r) Verwandlung (Metamorphose) einschließlich des Puppenstadiums
- homoiotherm
- 'gleiche Wärme', also warmblütig (H: altgr.). Vögel und Säugetiere sind homoiotherm, d. h. sie halten eine annähernd gleiche Temperatur aufrecht im Gegensatz zu den wechselwarmen Amphibien und Reptilien. Synonym: idiotherm; Antonym: poikilotherm.
- Hybridisierung
- Bastardisierung (H: altgr.)
- hygrophil
- feuchtigkeitsliebend. (H: lat.)
- hypergäisch
- 'oberirdisch': hypergäisch nistende Arten legen ihre Nester über der Erdoberfläche an, etwa unter Moospolstern, in Baum- oder Mauerlöchern etc.; Gegenteil: endogäisch (E)
- Hypermetamophose
- mehrfache Metamorphose, also eine Metamophose (M), bei der sich die morphologischen Merkmale eines Tieres im Verlauf seiner Individualentwicklung mehrfach deutlich ändern. Ein Beispiel sind die Triungulinen und weiteren Stadien der Ölkäfer; diese parasitieren Bienen.
- Hyperparasitoid
- sekundärer Parasitoid (PA), also ein Parasitoid, der einen anderen Parasitoid befällt.
- indigen
- 'eingeboren, einheimisch' (Von lat. indigena).
- Isolat
- 'Isoliertes'; isoliertes, von der Verbreitung der Hauptpopulation getrenntes Vorkommen einer Art. (H: lat.)
- juvenil
- jugendlich, noch nicht geschlechtsreif (H: lat.)
- Klepton
- 'Das Gestohlene': Die Herpetologen Dubois & Günther bezeichneten 1982 mit Klepton einen ungewöhnlichen Hybrid mit drei Chromosomensätzen, nämlich den Teichfrosch (Rana esculenta). Diese triploiden Tiere tragen die vollständige Erbinformation einer der beiden Elternarten in sich, sie haben also einen Chromosomensatz quasi "gestohlen" – daher der Begriff aus dem Altgriechischen. Einige Taxonomen kennzeichnen ein Klepton durch die Abkürzung kl. zwischen dem wissenschaftlichen Gattungs- und dem Artnamen.
- Kolonie
- Dieser Begriff wird im Deutschen leider widersprüchlich verwendet: Während er bei Solitärbienen eine durch günstige Nistbedingungen hervorgerufene größere Ansammlung (Aggregation) von Nisthöhlungen im Boden oder in pflanzlichem Material meint, wird er bei sozialen Bienen (Hummeln) auch synonym zu ′Staat′ bzw. ′Volk′ verwendet. Im Englischen hingegen meint colony immer eine Ansammlung vieler Nester, also auch von Völkern bzw. Staaten sozialer Wildbienen.
- Komfortverhalten
- Verhaltensweisen, die entweder der Körperpflege dienen (Putzen, Kratzen, Sichschütteln und -scheuern, Wasser-, Staub- oder Sonnenbaden) oder dem Stoffwechsel, vor allem der Sauerstoffversorgung (Sichstrecken, Gähnen). "Komfortverhalten" wird manchmal sekundär zum "Ausdrucksverhalten" weiterentwickelt, mit dem Artgenossen beeinflußt werden können, das also der Verständigung dient (Balzen, Drohen, Beschwichtigen etc.).
- Kommensale bzw. Kommensalismus
- ′Mitesser′ bzw. ′Mitessen′: Teilhaber bzw. Teilhaben an der Nahrung einer anderen Art, ohne daß diese darunter leidet. (Von lat. con = ′zusammen mit′ und mensa = ′Tisch′)
- Kommentkampf
- Nach festen "Regeln" ablaufender Kampf mit einem Artgenossen mit dem Ziel, diesen aus dem Revier oder von einem potentiellen Geschlechtspartner zu verdrängen oder in der Rangordnung aufzusteigen. Die "Regeln" haben den Zweck, Verletzungen durch Beißen, Treten, Stoßen etc. zu vermeiden. (Vom französischen comment = 'wie')
- Koprophagie
- Fressen von Kot (H: altgr.)
- Kopulation
- Paarung, sexuelle Vereingigung
- Kriechtier
- 'Reptil'. Manchmal werden umgangssprachlich auch Amphibien fälschlicherweise als "Kriechtiere" bezeichnet.
- Limakologie
- Schneckenkunde (von altgr. leimax = 'Schnecke' und logos = 'Lehre')
- Limikolen
- Populärwissenschaftlicher Sammelbegriff für 'Wat- und Stelzvögel'.
- matrifilial
- ′aus Mutter und Tochter′; ein matrifilialer Bienenstaat besteht aus der Mutter- und Tochtergeneration, also aus Königin(nen) und Arbeiterinnen.
- Mesolektie, mesolektisch
- Mesolektische Wildbienenarten sammeln Pollen an Blütenpflanzen aus nur wenigen Pflanzenfamilien. Der von einigen Autoren verwendete Begriff der Mesolektie ist eine Zwischenform der Sammelpräferenz zwischen Monolektie bzw. Oligolektie (extreme Spezialisierung) und Polylektie (fehlende Spezialisierung) und als solche noch unschärfer als die beiden Extreme.
- Metamorphose
- 'Umwandlung' einer Larve in das Geschlechtstier bzw. fertige Insekt, das auch Imago genannt wird.
- Mimese
- Imitation unauffälliger Einzelheiten der Umgebung, um verborgen zu bleiben. Beispiel: die Nachahmung von Rinde oder Blättern bei manchen Insektenarten.
- Mimikry
- 'Signalimitation': Nachahmung eines anderen Lebewesens oder eines Teils davon, um aufzufallen und so einen Vorteil zu erlangen. Beispiel: Die auffällige schwarz-gelbe Streifung einer Schwebfliege ahmt eine Wespe nach und schützt sie so vor Freßfeinden. Die Nachahmung des Verhaltens eines anderes Tieres bezeichnet man als Verhaltensmimikry. Siehe auch: Mimese.
- Monoandrie
- ′mit nur einem Männchen′: Das (zeitweilige oder dauerhafte) Zusammenleben mehrerer Weibchen mit nur einem Männchen; Gegenteil: Monogynie ('nur ein Weibchen').
- monogam, Substantiv: Monogamie
- Das (zeitweilige oder dauerhafte) Zusammenleben je eines Indviduums beider Geschlechter, in der Regel zum Zwecke gemeinsamer Brutpflege; über 90% der Vogelarten sind monogam. Man unterscheidet Monogynie ('nur ein Weibchen') und Monoandrie ('nur ein Männchen'). Gegenteil: Polygamie (P). (H: altgr.)
- monogyn, Plural: Monogynie
- ′mit nur einem Weibchen′: Staatenbildende Insekten (etwa Hummeln oder Honigbienen) sind monogyn, wenn nur ein Weibchen, nämlich die Königin, im Nest ist. Gegenteil: oligogyn (O)
- Monolektie, monolektisch
- Monolektische Wildbienenarten sammeln Pollen ausschließlich an einer Pflanzenart, von deren Vorkommen sie völlig abhängig sind. Die Sammelspezialisierung der Monolektie ist eine Extremform der Oligolektie; Gegenteil: Mesolektie und Polylektie.
- monophag, Substantiv: Monophagie
- ′eines essend′: nur von einer Pflanzen- oder Tierart bzw. -gattung lebend. Monophagie kommt vor allem bei Pflanzenfressern sowie parasitischen und parasitoiden Insekten vor. Man kann drei Stufen bzw. Grade unterscheiden:
- Ernährung von nur einer Art
- Ernährung von einigen Arten einer Gattung
- Ernährung von allen Arten einer Gattung
Ein ähnlicher Begriff ist die Oligophagie (O), das Gegenteil ist die Polyphagie (P).
- monospezifische Gattung
- Gattung, der nur eine Art zugeordnet ist.
- Mutation
- 'Veränderung', 'Wechsel': die plötzliche, ungerichtete und zufällige Veränderung im Erbgut einer Körperzelle. Zusammen mit der Selektion macht sie die Evolution aus. (Von lat. mutatio = 'Veränderung, Wechsel')
- Myiasis
- "Fliegenkankheit": Befall der Haut mit Fliegenlarven, wie er bei Hauskaninchen gelegentlich zu beobachten ist.
- Mykorrhiza
- Die Wurzel "höherer" Pflanzen (z. B. Bäume), die in ihrer Rindenzone von Pilzen besiedelt wird.
- Neobiota
- Oberbegriff zu den Neozoen ('neue Tierarten'), Neophyten ('neue Pflanzenarten') und Neomyceten ('neue Pilzarten') – also jene Arten von Lebewesen, die seit der Entdeckung Amerikas (1492) eingeführt oder versehentlich eingeschleppt sind.
- Neozoon, Plural: Neozoen
- Etablierte Neozoen sind Tierarten, die nach dem Jahre 1492, also der Wiederentdeckung Amerikas durch Christoph Columbus, unter direkter oder indirekter Mitwirkung des Menschen in ein bestimmtes Gebiet gelangt sind, in das sie durch ihr eigenes Ausbreitungspotential in rezenter Zeit nicht hätten gelangen können und wo sie seit langem, d. h. seit mehr als 25 Jahren oder mindestens 3 Generationen leben. (Pflanzliche Neubürger sind Neophyten, neue Pilzarten sind Neomyceten, der Oberbegriff zu den drei Gruppen ist Neobiota.)
- Nische, ökologische
- Aufgabe bzw. Funktion, die eine Tier- oder Pflanzenart in der Lebensgemeinschaft eines Biotops ausübt. Eine "ökologische Nische" ist also nicht als physischer Ort definiert, sondern um zum Vergleich einen Marketing-Begriff der Wirtschaft zu bemühen ein ökologische 'Marktlücke', die von einer Art z. B. durch spezialisierte Habitat- bzw. Nahrungsansprüche besetzt wird, wenn sie dadurch die Konkurrenz anderer Arten vermeiden kann.
- nitrophil
- ′stickstoffliebend′: Nitrophile Pflanzen bevorzugen nitrat- bzw. stickstoffreiche Biotope.
- Nominatrasse bzw. Nominatunterart
- Die Unterart einer Tier- oder Pflanzenart, die als erste, d. h. vor weiteren Unterarten, beschrieben wurde. Im wissenschaftlichen Namen einer Nominatunterart sind das zweite und dritte Wort identisch. Die Bezeichnung "Nominatrasse" ist strenggenommen falsch, da eine "Rasse" keine Unterart, sondern das Ergebnis einer künstlichen (menschlichen) Zucht ist.
- Ökologie
- 'Umweltlehre', die Lehre von den Wechselbeziehungen zwischen Lebewesen und ihrer belebten und unbelebten Umwelt (H: altgr.); ein Fachmann für Umweltlehre ist ein "Ökologe".
- Ökonomie
- 'Wirtschaft' sowie 'Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit', in der Biologie sparsamer Umgang mit der eigenen Energie um sicherzustellen, daß der Energieaufwand insbesondere zur Nahrungssuche und -aufnahme nicht größer wird als der dafür nötige Energieverbrauch. Ein Beutegreifer z. B. jagt vorzugsweise die Beute, die er am leichtesten erbeuten kann, und zwar dort, wo sie am leichtesten zu erbeuten ist. (Von lat. oeconomia = 'Einteilung, Ordnung, Verwaltung')
- Ökoton
- Saumbiotop (H: altgr.)
- oligogyn
- Staatenbildende Insekten sind oligogyn, wenn nur wenige Weibchen, nämlich Königinnen, im Nest ist. Gegenteil: monogyn (M).
- Oligolektie, oligolektisch
- ′Auswahl weniger, Sammelspezialisierung auf wenige (Pflanzen)′: Oligolektische Bienenarten sammeln Pollen ausschließlich an Blütenpflanzen einer Pflanzenfamililie, im Extremfall einer Pflanzenart (auch: Monolektie) (
Symbiose). Da sie nicht auf andere Futterpflanzen ausweichen können, sterben sie ohne ihre Trachtpflanze(n) lokal selbst dann aus, wenn ideale Nistplätze vorhanden sind. In Deutschland sind 30 % der nestsuchenden Wildbienen oligolektisch. Gegenteil: polylektisch (P).
- oligophag, Substantiv: Oligophagie
- ′wenig(e) essend′: nur von wenigen Pflanzen- oder Tierarten bzw. -gattungen lebend. Der Begriff der Oligophagie ist etwas unscharf: Er kann sich auf die Nutzung einiger Pflanzen- oder Tierarten einer Gattung beziehen (was der Monophagie 2. Grades entspricht), aber auch auf Arten mehrerer Gattungen. Gegenteil: polyphag bzw. Polyphagie (P).
- Ontogenese
- Entwicklung von der befruchteten Eizelle bis zur Geschlechtsreife (Von altgr. on(t) = 'seiend' und genesis = 'Schöpfung'). Das Gegenteil ist Phylogenese bzw. Phylogenie.
- Ornithologie
- 'Vogelkunde' (H: altgr.); ein Vogelkundler ist ein "Ornithologe".
- ovipar
- 'eierlegend', 'durch Eier gebärend'. Gegenteil: vivipar = 'lebendgebärend'. (H: lat.)
- ovovivipar
- 'ei-lebendgebärend': Bezeichnung für das Gebären von Jungtieren, die sich in Eihüllen im Mutterleib entwickeln und erst kurz vor oder bei der Geburt schlüpfen; eine frühere Eiablage wäre wegen des Klimas, des Substrats (Bodenverhältnisse) oder des Feinddrucks zu verlustreich.
- Paedogenese
- Fortpflanzung in einem Jugendstadium
- Parasit bzw. Parasitismus
- 'Schmarotzer' bzw. 'Schmarotzertum': ein Parasit lebt als Ektoparasit auf oder als Entoparasit in seinem Wirt (= 'Opfer') und schädigt diesen, um sich zu ernähren oder/und fortzupflanzen. Einige Kuckuckarten sind Brutparasiten. (Von altgr. parasitos und dann lat.en parasitus)
- Parasitoid
- Schmarotzer, der sein Opfer zunächst parasitisch nutzt, schließlich aber doch tötet.
- Parthenogenese
- ′Jungfernzeugung′: die Entstehung eines Lebewesens aus einem unbefruchteten Ei. Bei den Bienen entstehen in der Regel die Männchen (Drohnen) ungeschlechtlich.
- perennierend
- 'durchs Jahr'; ausdauernd, beständig (H: lat.)
- Phänologie
- 'Erscheinungskunde'; Lehre der jahreszeitlich-periodisch wiederkehrende Entwicklungserscheinungen in der Natur. (H: altgr.)
- Phänotyp(us)
- Erscheinungsbild eines Lebewesens, im Unterschied zu seinem Genotyp(us), also seinen Erbanlagen; Eigenschaftswort: phänotypisch. (H: altgr.)
- Phobotaxis
- ′ängstliche Ortsveränderung′: Angstreaktion und Flucht aus dem Quellbereich eines furchtauslösenden Faktors.
- Phonotaxis
- ′tongeleitete Ortsveränderung′: an Tönen orientierte Fortbewegung, insbesondere: Hinlaufen zu einem Geschlechtspartner aufgrund des Gesangs.
- Phoresie
- Die Nutzung eines anderen Lebewesens als Transportmittel. Manche Milben z. B. nutzen Bienen nur für einen Ortswechsel, andere hingegen parasitieren sie, indem sie an ihnen saugen oder ihren Pollenvorrat fressen.
- phytophag
- ′pflanzenfressend′: Phytophage Tiere ernähren sich von lebender Pflanzensubstanz.
- Phylogenese, Phylogenie
- Stammesentwicklung der Lebewesen (Von altgr. phyle = 'Volksstamm' und genesis = 'Schöpfung'). "Die Phylogenese ist in der Ontogenese enthalten" besagt, daß die Entwicklungsstadien eines Fötus (auch des Menschen) die Millionen Jahre lange Entwicklung bis zu dieser Art wiederspiegelt, etwa durch die zeitweilige Entwicklung von Kiemen, die dann wieder zurückgebildet werden.
- phytophag
- Phytophage Tiere ernähren sich von lebender Pflanzensubstanz.
- poikilotherm
- 'mit veränderlicher Wärme', also wechselwarm (H: altgr.). Amphibien und Reptilien sind poikolotherm, d. h. ihre Körpertemperatur ist von der Umgebungstemperatur abhängig im Gegensatz zu den warmblütigen Vögeln und Säugern. Synonym: heterotherm; Antonyme: homoiotherm, idiotherm.
- Polygamie
- Geschlechtliche Beziehungen zwischen einem Indviduum des einen und mehreren Individuen des anderen Geschlechts. Man unterscheidet Polygynie ('Vielweiberei') und Polyandrie ('Vielmännerei'). Das Gegenteil ist Monogamie (M). Vögel sind meist monogam, da auch die Männchen meist an der Brutpflege beteiligt sind, Säugetiere hingeben polygam. (H: altgr.)
- polyphag, Substantiv: Polyphagie
- ′viel essend′: von vielen Pflanzen- oder Tierarten bzw. -gattungen lebend. Gegenteil: oligiphag bzw. Oligophagie (O) und monophag bzw. Monophagie (M).
- Prädation · Prädator
- Erbeutung (meist Tötung und Verzehr) durch einen Freßfeind. Ein Beutegreifer ist ein Prädator (H: lat.).
- Prägung
- In der Jugend in einer dafür sensiblen Phase erfolgter schneller Lernvorgang mit stabilem, mitunter irreversiblem Lernergebnis. Beispiele: 1. das bekannte Nachlaufen von z. B. Gänseküken, die auch einen Menschen für ein Elterntier halten können, wenn sie diesen als erstes Lebewesen wahrnehmen. 2. die sexuelle Fixierung junger Tiere auf Artgenossen, die ebenfalls auf den Tierhalter fehlgeleitet werden kann mit der Folge, das sich dieses Tier später nicht mehr für Artgenossen interessiert.
- Prokaryoten
- winzigkleine Zellorganismen (Bakterien), die am Anfang des Lebens stehen und heute noch die große Mehrzahl der Lebewesen ausmachen: Von den schätzungsweise 400.000 bis 4 Millionen Arten sind erst 4.000 bekannt. (H: altgr.)
- Proterandrie
- Das Phänomen, daß Bienen-Männchen nach der Diapause vor den Weibchen erscheinen und auf diese zwecks Begattung warten. Adjektiv: proterandrisch; Gegenteil: Proterogynie.
- Protisten
- ursprünglichste Gruppe der Eukaryoten (Algen, Geißeltierchen etc.) (H: altgr.)
- Reptilien
- Kriechtiere, wechselwarme Tiere mit horniger (beschuppter oder beschilderter) Haut, die aus den Amphibien hervorgingen und zur Fortpflanzung nicht mehr auf Wasser angewiesen sind. Aus urtümlichen Reptilien entwickelten sich die Saurier und ersten Säugetiere. (Von lat. reptilis = 'kriechend')
- Revier bzw. Territorium
- Wohngebiet, das (gegen die Anwesenheit von) Artgenossen verteidigt wird, machmal auch gegen artfremde, aber um Nahrung und Nistplätze konkurrierende Tiere.
- rezent
- noch lebend oder erst vor kurzem ausgestorben (Von lat. recens = 'frisch, neu jung')
- rezeptiv
- 'empfängnisbereit', von brünstigen Weibchen (Von lat. recipere = 'aufnehmen')
- Ruderalvegetation
- Pflanzen, die auf stickstoffreichen Schuttplätzen wachsen.
- sacrophag, Substantiv: Sacrophagie
- ′fleischfressend′: nur von Fleisch lebend. Gegenteil: hytophag bzw. Hytophagie (′pflanzenfressend′).
- Selektion
- 'Auslese', 'Auswahl', 'Zuchtwahl'. Die Selektion führt in der Evolution der Arten dazu, daß sich die am besten an die jeweiligen Umweltbedingungen angepaßten Erbanlagen stärker vermehren als weniger gut angepaßte. (Von lat. selectio = 'Auswahl')
- semiaquatisch
- halb im Wasser lebend, also auch halb an Land; amphibisch.
- semisozial
- 'halbgesellig', auf niedrigerem Organisationsniveau in Gruppen lebend. Semisoziale Bienen haben ihre Selbständigkeit zwar abgelegt und praktizieren Arbeitsteilung, die eierlegende Königin und ihre arbeitenden Hilfsweibchen derselben Generation erreichen aber nicht das Organisationsniveau von Hummeln und Honigbienen.
- Sexualparasitismus
- Profitieren von Eigenschaften bzw. Aktivitäten anderer Individuen desselben Geschlechts. Manche Froschmännchen etwa fangen Weibchen ab, die vom Rufen anderer männlicher Artgenossen angelockt werden.
- Solitär...
- 'einsam', 'einzeln', nicht sozial, also nicht dauerhaft in Paaren oder Gruppen lebend. Während z. B. die Honigbiene und die Hummeln in "Staaten" organisiert sind, leben die meisten Bienen einzeln ('solo').
- sozial
- ′gesellig′, regelmäßig in Gruppen lebend. Dieser Begriff ist in der Ethologie neutral bzw. wertfrei gemeint, nicht wertend politisch. Hummeln und Honigbienen sind soziale Wildbienen, da sie in "Staaten" organisiert sind; aufgrund ihres Organisationsniveaus werden sie auch als eusozial bezeichnet. Die soziale Phase eines Bienenvolkes ist dann erreicht, wenn ein einzelnes Weibchen (die Königin) ihre ersten adulten Arbeiterinnen produziert hat.
- Spezialist
- (Pflanzen- oder) Tierart, deren Vorkommen durch ein enges Nahrungs- und/oder Habitatschema beschränkt ist. Gegenteil: Generalist.
- Speziation
- Artwerdung, Entstehung einer Pflanzen- oder Tierart.
- Spezies
- Pflanzen- oder Tierart, grob definiert: eine Fortpflanzungsgemeinschaft formgleicher Individuen.
- Sensible Phase
- Eine Phase im Jugendstadium eines Tiers, in der dieses sensibel ist für eine Prägung z. B. auf seine Eltern oder das Erscheinungsbild eines künftigen Geschlechtspartners.
- stenök, Substantiv: Stenökie
- ′eng, schmal′ bezüglich der ′Umwelt′: hinsichtlich eines Umweltfaktors oder mehrerer solcher Faktoren spezialisiert, gegenüber Umweltschwankungen wenig tolerant, Umwelt-Spezialist. Es gibt verschiedene Beschränkungen bzw. Spezialisierungen mit je eigenem Fachbegriff:
- stenotherm (bez. der Umgebungstemperatur)
- stenohalin (bez. des Salzgehaltes)
- stenohygr (bez. der Bodenfeuchte)
- stenohyd (bez. des Wassergehalts)
- stenophag (bez. der Nahrungsressourcen)
- stenoxygen (bez. des Sauerstoffgehaltes)
Gegenteil: euryök bzw. Euryökie (E).
- subsozial
- ′noch nicht sozial′: In der subsozialen Phase der Entwicklung einen Bienenvolkes sorgt ein einziges Weibchen für ihre Brut (Eier, Larven). Erst mit dem Schlupf der Arbeiterinnen beginnt die soziale Phase.
- Sukzession
- 'Nachfolge' (auch Thron- oder Rechtsnachfolge); in der Botanik das eine Landschaft prägende Abfolge von Pflanzengesellschaften bzw. Vegetationsphasen: Grasphase Staudenphase Strauchphase Baumphase. In großem Ausmaß fanden solche Entwicklungsreihen nach dem Rückzug der Gletscher am Ende der Eiszeiten statt: Auf eine Pioniervegetation von Flechten und Moosen und kurzlebigen Birken und Kiefern folgten über verschiedene Zwischenstadien schließlich je nach Standort z. B. beständige Buchen-, Eichen oder Mischwälder.
- Symbiont
- Lebewesen, das Nutzen aus einer gegenseitigen Lebensgemeinschaft zieht, etwa eine Blütenpflanzen oder das sie bestäubende Insekt. Ein weiteres Beispiel ist eine Fliegenlarve in einem Hautflüglernest, die sich durch die Beseitigung möglicher Infektionsherde nützlich macht, andererseits selbst daraus Nutzen zieht durch die Gewinnung von Nährstoffen.
- Symbiose
- 'Zusammenleben' von Lebewesen verschiedener Arten zum gegenseitigen Nutzen, z. B. zwischen Blütenpflanzen und den sie bestäubenden Insekten, Vögeln oder Fledertieren. (H: altgr.)
- Sympatrie, Eigenschaftswort: sympatrisch
- Gemeinsames Vorkommen von Arten im selben geographischen Gebiet (H: altgr.). Gegenteil: Allopatrie.
- Taxonomie
- Die biologische Systematik, also die wissenschaftliche und hierarchische Klassifizierung der Lebewesen entsprechend ihrer vermuteten Entstehungsgeschichte (Evolution) und Verwandtschaft. Die Begriffe zu diesem Thema werden auf einer
eigenen Seite erklärt.
- thermophil
- ′wärmeliebend′: Thermophile Lebewesen sind auf warme Biotope angewiesen.
- Trinomen
- ′dreiteiliger Name′: Unterarten benennt man mit einem Trinomen, das aus einem Binomen (B) und einem dritten Wort (Unterart-Epitheton, beginnend mit einem Kleinbuchstaben) besteht.
- Trophiestufen
- Stufen der ′Nährstoffenreicherung′ von Gewässern. Es gibt vier Trophiestufen:
- Oligotrophie: geringe Nährstoffanreicherung, daher geringe Produktion von Biomasse
- Mesotrophie: Übergangsstadium zwischen Oligotrophie und Eutrophie
- Eutrophie: hoher Nährstoff- bzw. Phosphorgehalt, daher hohe organische Produktion
- Hypertrophie bzw. Polytrophie: extremer Nährstoffgehalt, der Sauerstoff in den bodennahen Schichten wird im Sommer weitgehend aufgebraucht.
- Tumulus
- kleiner Erdhügel: Auswurfhalde, die beim Graben eines Nistgangs etwa durch Bienen entsteht.
- Ubiquist
- Ubiquitäres Lebewesen: anpassungsfähiges Lebewesen, das nicht an einige wenige Biotope gebunden ist.
- ubiquitär
- überall vorkommend (Von lat. ubique = 'überall')
- univoltin
- Univoltine Bienen haben im Jahr nur eine Generation, d. h., ein Weibchen (eine Königin) produziert nur einmal im Jahr fortpflanzungsfähige Weibchen, die entweder im Larven-, im Puppen- oder im Imaginalstadium (d. h. als fertige Insekten) überwintern und erst im nächsten Jahr die nächste Generation hervorbringen. Gegenteil: Bivoltine Arten bringen eine zweite Generation im Jahr hervor.
- urban
- ′städtisch′: Urbane Lebewesen kommen im menschlichen Siedlungsbereich vor.
- vivipar
- 'lebendgebärend'. Gegenteil: ovipar = 'durch Eier gebärend'. (H: französisch, italienisch, lat.)
- Wirt
- Lebewesen, das einem anderen etwa einem Brutparasiten (B) als Nahrungsspender dient.
- xerophil
- ′trockenheitliebend′: Xerophile Lebewesen sind auf trockene Biotope angewiesen.
- Zeigerorganismen
- Pflanzen und Tiere, die durch ihre Anwesenheit auf bestimmte Umweltfaktoren verweisen, auf die sie für ihr Überleben angewiesen sind. Bestimmte Flechten z. B. weisen auf saubere oder verschmutzte Luft hin, bestimmte Wasserorganismen zeigen eine geringe Schadstoffbelastung an. Die Vermehrung von Brennesseln läßt auf Überdüngung (Eutrophierung) schließen. Weitere Beispiele:
| Kriechender Hahnenfuß | Ranunculus repens | toniger Boden |
| Gemeine Pechnelke | Lynchis viscaria | Sandboden |
| Heidelbeere | Vaccinium myrtillus | saurer Boden |
| Huflattisch | Tussilago farfara | alkalischer Boden |
| Franzosenkraut | Galinsoga spec. | humoser Boden |
- Zönose
- ′Gemeinschaft, Gesellschaft′: in der Biologie eine Gemeinschaft von Organismen. Bezogen auf einen Lebensraum (Biotop) spricht man meist von Biozönose (B).
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