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Lebewesen (Tiere und viele Pflanzen) besitzen in ihren Körperzellen typischerweise einen doppelten bzw. diploiden Chromosomensatz; die Chromosomensätze der Keimzellen (Eizellen und Spermien) hingegen sind nur einfach vorhanden bzw. haploid, da sie bei der Befruchtung einer Eizelle durch ein Spermium wieder zum doppelten Chromosomensatz einer diploiden Zelle (der Zygote) verschmelzen. Diese vermehren sich in der Regel durch Zellkernteilung (Mitose). Durch eine "Reduktionsteilung" (Meiose) entstehen in zwei Phasen aber auch wieder haploide Keimzellen, und dabei kommt es zur Mischung (Rekombination) mütterlicher und väterlicher Gene bzw. Allele.
- Allel
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- Allopatrie, Eigenschaftswort: allopatrisch
- Vorkommen genetisch verschiedener Populationen einer Art oder nahe verwandter Arten in getrennten geographischen Gebieten. Allopatrische Artbildung bezeichnet folglich die (übliche) Entstehung von Arten in räumlichen getrennten Populationen: Wenn z. B. die Gletscher einer Eiszeit Areale voneinander trennen, können aufgrund genetischer Isolation zunächst Unterarten entstehen und später Arten, deren Individuen nach dem Ende der Eiszeit nicht mehr untereinander fortpflanzungsfähig sind. Gegenteile: Parapatrie (P) und Sympatrie (S).
- B
- .
- Chromosom
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- Chromosomensatz
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- COI-Gen
- Das COI-Gen (Cytochrome c Oxidase 1) wird für die für die Gen-Identifikation in sogenannten Sequenzierrobotern benutzt. Es ist in allen Tierarten vorhanden, unterscheidet sich aber von Art zu Art. Mit 650 Basen-Bausteinen ist es sehr kurz und kann deshalb leicht und schnell entziffert werden.
- diploid
- In den Zellen ist in der Regel jedes Chromosom doppelt = diploid vorhanden, nämlich jeweils eines von der Mutter und eines vom Vater. Außer den Gameten (Geschlechtszellen), die immer hapoid sind, haben die meisten tierischen Zellen einen diploiden Chromosomensatz. Gegensatz: haploid (H).
- e
- .
- F1
- die erste Generation
- Gameten
- Keim- bzw. Geschlechtszellen: haploide Zellen, die Organismen mit geschlechtlicher Fortpflanzung in ihren Keimdrüsen erzeugen. Die Verschmelzung von zwei Gameten ist die Gametogamie genannt.
- Gametogamie
- Verschmelzung von zwei Gameten (Befruchtung eines Eis durch ein Spermium). Das Verschmelzungsprodukt ist die Zygote (Z).
- Gen
- Generation
- .
- Genetik
- Wissenschaft von der Entstehung der Lebewesen; im engeren Sinne: Vererbungslehre. (Von altgr. genesis = 'Erzeugung, Ursprung')
- Genotyp(us)
- Die erblichen (genetischen) Eigenschaften eines Lebewesens, im Unterschied zu seinem Phänotyp(us), also seinem äußeren Erscheinungsbild; Eigenschaftswort: genotypisch.
- Genom
- Erbgut
- Genotyp(us)
- .
- haploid · Substantiv: Haploidie
- Eine haploide Zelle besitzt im Gegensatz zur diploiden von jedem Chromosom nur ein Exemplar anstatt zwei. Ein normalerweise doppelter Chromosomensatz wird in der Meiose bei der Bildung der Gameten (Geschlechtszellen) auf einen einfachen Chromosomensatz reduziert. Gegensatz: diploid (D).
- Hybride
- 'Bastard': .
- Keimbahn
- die Abfolge von Zellen, die mit der befruchteten Eizelle (Zygote) beginnt und im Laufe der Individualentwicklung (Ontogenese) schließlich zur Bildung der Keimdrüsen und Keimzellen (Eizellen und Spermien) führt. Mutationen in der Keimbahn werden – anders als Mutationen der somatischen Zellen – die Nachkommen weitergegeben.
- Klepton
- 'Das Gestohlene': Die Herpetologen Dubois & Günther bezeichneten 1982 mit Klepton einen ungewöhnlichen Hybrid mit drei Chromosomensätzen, nämlich den Teichfrosch (Rana esculenta). Diese triploiden Tiere tragen die vollständige Erbinformation einer der beiden Elternarten in sich, sie haben also einen Chromosomensatz quasi "gestohlen" – daher der Begriff aus dem Altgriechischen. Einige Taxonomen kennzeichnen ein Klepton durch die Abkürzung kl. zwischen dem wissenschaftlichen Gattungs- und dem Artnamen.
- L
- .
- Meiose
- Reduktionsteilung, Reifeteilung; Zellteilung diploider Körperzellen zur Erzeugung haploider Geschlechtszellen: Bei der Befruchtung verschmelzen die Kerne zweier Geschlechtszellen, was einen doppelten Chromosomensatz in den normalen Körperzellen ergibt. Spätestens bei der erneuten Bildung von Geschlechtszellen eines geschlechtsreifen Individuums muß dieser Chromosomenbestand durch die Meiose wieder halbiert werden.
(Die Meiose dient auch der ungesteuerten Neuverteilung von Chromosomen, da eine Art nur durch viele verschiedene Kombinationen mütterlicher und väterlicher Chromosomen variable genug wird, sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen.)
- Mendel
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- Mitose
- Zellkernteilung.
- N
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- o
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- Parapatrie, Eigenschaftswort: parapatrisch
- 'Neben-Vaterland': Vorkommen von Arten oder Unterarten in Verbreitungsgebieten, die aneinandergrenzen; vereinzelter Genaustausch ist also möglich, aber so selten, daß reproduktive Isolation schließlich zur Artbildung führt. Gegenteile: Allopatrie (A) und Sympatrie (S).
- Rekombination
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- somatische Zelle
- Körperzelle, deren genetische Information nicht an die folgende Generation des Lebewesen weitergegeben wird. Gegenteil: Geschlechtszelle (Gameten).
- Sympatrie, Eigenschaftswort: sympatrisch
- 'Gemeinsames Vaterland': gemeinsames Vorkommen von Arten oder Unterarten im selben geographischen Gebiet, so daß Kreuzungen möglich sind. Sympatrische Artbildung ist folglich unwahrscheinlich und selten, aber möglich durch sexuelle Selektion (die Bevorzugung von Partnern mit bestimmten Merkmalen) oder das Besetzen unterschiedlicher ökologischer Nischen im selben Lebensraum. Gegenteile: Allopatrie (A) und Parapatrie (P).
- tripoid
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- U
- .
- W
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- x
- .
- Zygote
- befruchtete Eizelle bzw. das Produkt der Verschmelzung (Gametogamie) von zwei Gameten (G).
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