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Waldeidechse · Zootoca vivipara

Waldeidechse
Die Berg- bzw. Moor- oder Waldeidechse (Zootoca vivipara) im Heidekraut · Solingen, 24.08.2008

Artname: Zootoca vivipara (Jacquin 1787)
Synonym: Lacerta vivipara
Deutsch: Bergeidechse, Mooreidechse, Waldeidechse
Merkmale: Rücken hell bis dunkelbraun mit kleinen unregelmäßig geformten und in Längslinien angeordneten dunklen und auch hellen Flecken; Körperseiten meist etwas dunkler. Kehle beim Männchen weißlich, blaßbläulich oder hellrot. Unterseite ansonsten beim Männchen gelb bis orangerot mit kleinen schwarzen Flecken, beim Weibchen tendeziell etwas heller und weniger farbig mit weniger Flecken. Jungtiere sind beidseitig deutlich dunkler gefärbt.
Verbreitung: Europa von Nordspanien bis Schweden und Rußland im Norden und Bulgarien im Südosten, nicht im Mittelmeerraum, in Asien bis zur Mongolei.
Lebensraum: Waldgebiete, Moore, Dünengebiete, natürliche Bachränder und Böschungen, in südlichen Bergen bis 2400 m.
Nahrung: Spinnen, Fliegen, Käfer, Heupferdchen, Larven. Gejagt wird mit Augen und Gehör.
Lebensweise: Der Winterschlaf endet je nach Verbreitungsgebiet zwischen Februar und Juni, die bevorzugte Temperatur beträgt 25–30°. Die Berg- bzw. Waldeidechse ist, wie der lateinische Artname sagt, lebendgebärend, bereits im Mutterleib schlüpfen die 4–10 Jungtiere aus den Eiern; allerdings werden gelegentlich in Gemeinschaftsnestern auch Eier gelegt.

Die Berg- bzw. Moor- oder Waldeidechse ist kälteunempfindlicher als andere Eidechsen und meidet sehr trockene Biotope; im deutschsprachigen Raum ist sie daher die Eidechse, die wir am ehesten in ihren Habitaten entdecken können. Aufgrund ihrer geringen Größe und Tarnfarbe wird sie aber erst wahrgenommen, wenn sie plötzlich in Deckung huscht. Die natürlichen Feinde der Alttiere, die wenigen europäischen Schlagenarten sowie Kleinsäuger, Hühner und Rabenvögel, stellen für die Art keine Gefahr dar; gefährdet sind in erster Linie die Jungtiere, die Vögeln und Raubkäfern zum Opfer fallen. Die stärksten Verluste allerdings muß die Bergeidechse wie alle ihre Verwandten durch die menschliche Siedlungs- und Wirtschaftweise hinnehmen.

Junge Waldeidechse   Moor- bzw. Waldeidechse
Junge Waldeidechse in typisch dunkler Färbung Zootoca vivipara · Solingen, 24.08.2008

Moor- bzw. Waldeidechse

Junge Waldeidechse auf der Hand   Junge Moor- bzw. Waldeidechse
Junge Waldeidechse auf der Handfläche Zootoca vivipara · Solingen, 31.08.2008

Moor- bzw. Waldeidechse   Waldeidechse
Der Schwanz wächst wieder nach. Zootoca vivipara, Jungtier · Solingen, 31.08.2008

Moor- bzw. Waldeidechse   Waldeidechse
Waldeidechse nach der Winterpause Zootoca vivipara · Solingen-Ohligs, 19.03.2011

Moor- bzw. Waldeidechse
Moor- bzw. Waldeidechse (Zootoca vivipara) · Solingen-Ohlgs, 19.03.2011

Moor- bzw. Waldeidechse
Moor- bzw. Waldeidechse (Zootoca vivipara) · Sandgebiet bei Hünxe, 01.08.2007

Schutzmaßnahmen:
Der Naturfreund hilft dieser Eidechse, indem er auf übertriebene "Ordnung" auf seinem Grundstück verzichtet, also vor allem auf Spritzen, Düngen, Rasenmähen, Laubkehren etc. Zu stark zugewachsenes Terrain, sollte freigeschnitten, das Schnittgut aber überwiegend an anderer Stelle kompostiert werden, um eine Überdüngung zu vermeiden. Kleine Reisighaufen bietet den nötigen Unterschlupf.

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