Rötelmaus (Myodes glareolus)

Rötelmaus
Rötelmaus · nn, nn

Tierportrait

Systematik: Ordnung: Nagetiere (Rodentia) > Unterordnung: Mäuseartige (Myomorpha) > Familie: Wühler (Cricetidae) > Unterfamilie: Wühlmäuse (Arvicolinae) > Gattung: Rötelmäuse (Myodes) > Art: Rötelmaus, Myodes glareolus Pallas, 1811.
Synonyma: Clethrionomys glareolus; deutsch auch: Waldwühlmaus.
Merkmale: Größe zwischen verschiedenen Populationen sehr variabel: KRL ca. 7–13,5 cm, Schwanz ca. 3–6,5 cm lang, Ohren ca. 1–1,5 cm, Gewicht 12–35 g; Fell oberseits rotbraun bis fuchsrot, manchmal gelblich, seitlich bräunlich bis graubraun, heller werdend zur grauen bis weißlichen Unterseite; Pfoten hell, schwarze Schwanzspitze; kein Geschlechtsdimorphismus.
Verbreitung: Nordspanien, Italien und Nordgriechenland bis Skandinavien, Südirland und Großbritannien bis zum Altai-Gebirge.
Lebensraum: Buchen- und Mischwälder, waldnahen Hecken, Gebüsche und Gärten, Feuchtgebiete, oft in der Nähe von Fließgewässern.
Nahrung: übers Jahr sehr vielseitig: Gräser, Kräuter, Keimlinge, Knospen, Samen, Früchte, Moose, Pilze, im Winter auch Baumrinde und gehortete Eicheln und Bucheckern, ganzjährig auch Fleisch: Insekten, Spinnen und Würmer, gelegentlich Vogeleier.
Lebensweise: dämmerungs- und tagaktiv, bei Feinddruck und innerartlicher Konkurrenz nachtaktiv.
Fortpflanzung: Mai–Juli, bei gutem Nahrungsangebot März–November, in Bergwäldern ganzjährig; 2(–3) Würfe im Leben, Tragezeit Ø 3 Wochen, 3–7 (Ø 3,5) Junge; selbständig nach ca. 3 Wochen, Geschlechtsreife der Weibchen nach frühestens 4 Wochen, der Männchen nach 8 bis 9 Wochen; Lebenserwartung Ø ca. 1,5 Jahre.
Feinde: Hunde (Rotfuchs & Wolf), Katzen (Luchs, Europäische Wildkatze, Hauskatze), Marder (Hermelin, Iltis, Mauswiesel), Eulen (Schleiereule, Waldkauz, Waldohreule, Uhu), Greifvögel (Turmfalke, Sperber, Habicht), auch Graureiher, Schwarz- und Weißstorch, Schlangen (Kreuzotter, Ringelnatter).

Die Rötelmaus kann bei massenhaftem Auftreten als Forstschädling auftreten, da sie sich im Winter auch von Baumrinde ernährt und dazu Buchen und andere Bäume und Sträucher mehrere Meter hoch entrindet. Auch das Fressen von Keimlingen kann die Waldwirtschaft beeinträchtigen. Massenvermehrung kommt aber nur all paar Jahre vor. Rötelmäuse sind auch Überträger für den Menschen lebensgefährlicher Krankheit, u. a. als Beute des Fuchses und Zwischenwirt des Fuchsbandwurmes.

Literatur: Verweise:

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