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Haussperling – Passer domesticus

Passer domesticus, M. Kurzportrait
Merkmale: groß wie ein Kanarienvogel (ca. 15 cm), etwa 30–32 Gramm leicht, klobiger dunkelgrauer Schnabel. Männchen: Oberkopf aschgrau, Augen dunkel eingerahmt, aber feiner heller Überaugenstreif, 2 breite kastanienbraune Streifen vom oberen und hinteren Rand der Augen über nach hinten über die Halsseiten bis in den Nacken, wo sie sich treffen und in den braunen, schwarz gestreiften Rücken übergehen; Bürzel & Oberschwanzdecken graubraun; Schwungfedern dunkelbraun; Kopfseiten hellgrau, Unterseite grauweiß großer, grau unterbrochener Kehl- und Kropffleck. Weibchen: Oberkopf hell graubraun, Rücken schwarzbraun, gelblich gestreift; hellbrauner Überaugenstreif vom Schnabel übers Auge bis zum Nacken; Ohrdecken, Brust und Seiten graubraun; Vorderseite grau- bis bräunlichweiß. Jungvögel: insgesamt noch matter und kontrastärmer als Weibchen, aber zunächst mit gelblichen Schnabelwülsten.
Verbreitung: Kosmopolit, in Eurasien vom Norden (kleine Kolonie auf Island) bis zu den Tropen- und Wüstenrändern verbreitet; in Sardinien durch den Weidensperling vertreten, in Amerika, Australien (außer Westaustr.) und Ozeanien eingeführt; in Mitteleuropa ganzjährig.
Lebensraum: anpassungsfähiger Generalist und Kulturfolger, in Stadtzentren und Gebieten intensiver Landwirtschaft abnehmend bis gefährdet.
Nahrung: Sämereien, Kultur- und Wildgräser, Binsen, Knöterich, Knospen, frische grüne Pflanzenteile, Brot; im Frühjahr bis 30% tierische Nahrung, die Jungen werden fast nur mit Gliederfüßern (Käfern, Heuschrecken, Raupen, Blattläusen etc.) gefüttert.
Verhalten: tagaktiv und sehr sozial, schläft und brütet oft in großen Kolonien. Nahrungsaufnahme in kleinen oder großen Verbänden am Boden und auf und in der Vegetation, Insektenjagd auch im Fluge. Auffällig ist die "schilpende" Stimme, wie sie gelegentlich im vielstimmigen Chor aus Bäumen, Efeu etc. schallt. Trotz manchmal geringer Fluchtdistanz (etwa beim Aufpicken von Kuchenkrümeln auf Kaffeetischen) dem Menschen gegenüber sehr mißtrauisch.
Fortpflanzung: im 1. Jahr geschlechtsreif, grundsätzlich monogam, gelegentlich auch bigam. Das Weibchen wählt einen geeigneten Nistplatz mit Männchen; sehr weites Nestschema: Höhlen (auch: Nistkästen), Spalten und Nischen aller Art, Bäume, Storchen- und große Greifvogelnester. Kugelförmiges Grasnest mit seitlichen Eingang, Nistmulde mit feinerem Material und Federn ausgepolstert. Koloniebrüter, auch Nestschläfer. 4–5 (3–7) weißliche, dunkel gefleckte Eier. Brutbeginn lokal und individuell sehr unterschiedlich ab Mitte März (meist Mitte April). Brutdauer 11–14 Tage (M. & W.), Nestlingszeit 12–18 Tage (beide E. füttern, dennoch hohe Sterblichkeit), selbständig 2 Wochen danach. 2–3(4) Jahresbruten.

Den meisten Menschen ist ...

Haussperling   Haussperling
Junger verletzter Sperling Weibchen (Verkehrsopfer)   Junger Sperling  (Passer domesticus) Kunger Sperling, Männchen (Passer domesticus)

Literatur: Verweise:

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