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Neuroptera > Myrmeleontidae > Myrmeleon
Gattung: Myrmeleon Linnaeus 1767 · · · ⧉
Myrmeleon formicarius Linnaeus 1767 – Gemeine Ameisenjungfer
Die Gemeine bzw. Gewöhnliche Ameisenjungfer (Myrmeleon formicarius) ist – wie die beiden Attribute des deutschen Trivialnamens vermuten lassen – die Spezies, die 1767 von Linné als erster Ameisenlöwe beschrieben und benannt wurde und in der Folge als Typusart die Gattung Myrmeleon (griechisch für 'Ameisenlöwe') begründete, der heute mindestens 180 Arten zugrechnet werden. Myrmeleon wurde ihrerseits schließlich die Typusgattung der Netzflügler-Familie Myrmeleontidae.
Imago:
- Habitus: ähnlich einer großen dunkelgrauen Florfliege.
- Körperlänge: 35–40 mm, Flügelspannweite: 70–80 mm; Färbung: unscheinbar & einheitlich, Flügel farblos durchsichtig (bei anderen Arzten gefleckt).
- Kopf: klein mit großen Komplexaugen (= Facettenaugen), aber ohne Punktaugen. Mundwerkzeuge nach unten gerichtet, lange Lippentaster.
- Thorax / Brustsegment: aus drei ähnlichen Segmenten aufgebaut; Beine kurz & zart, Tarsen fünfgliedrig (das letzte Glied ist das längste).
- Flügel: langgestreckt & schmal, 35–40 mm, ohne Kopplungsmechanismus (wie ihn z. B. Hautflügler mit ihren Hamuli besitzen), mit reichhaliger Äderung.
- Abdomen / Hinterleib: langgestreckt, zehn Segmenten, von denen beim Weibchen sieben, beim Männchen neun vollständig ausgebildet sind.
Larve, "Ameisenlöwe":
- Habitus: unproportional (aufgrund des großen Abdomens), stark beborstet; Grundfärbung graubraun, dunkelgefleckt.
- Körperlänge: ca. 15 mm (10,3–17,5 mm im dritten = letzten Stadium).
- Kopf: in etwa rechteckig & flach mit dunklem Stirnfleck & 2 symmetrischen Längsstrichen, vorn mit mächtigen & langen, schräg nach vorn abstehenden und an ihren Spitzen einwärts gebogenen Kieferzangen, an deren Basis außen je ein Auge.
- Thorax: Das erste Brustsegment, der Prothorax, ist im Vergleich zu den folgenden beiden schmal und kann vorgestreckt und zurückgezogen werden. Das mittlere Brustsegment (Mesothorax) ist deutlich breiter und das letzte (Metathorax) so breit wie das sich taillenlos anschließende Abdomen. Meso- und Metathorax besitzen seitlich auffällige Borstenbüschel. Borsten und Sinneshärchen nehmen von Beutetieren verursachte Erschütterungen im Sand wahr. Das erste Beinpaar ist schräg nach vorn gerichtet, das zweite & längste steht in einem mindesten 45°-Winkel vom Thorax ab, das dritte, nach hinten gerichtete Beinpaar ist meist unter dem Abdomen verborgen.
- Abdomen: Der Hinterleib ist im Verhältnis zu Kopf & Thorax sehr groß (vielleicht an einen vollgesogenen Zecken-Abdomen erinnernd) und nach hinten sich verjüngend; er besteht aus zehn Segmenten, von denen neun seitlich beborstet sind, während das zehnte meist im Körper verborgen ist, aber als Spinntubus ausgefahren wird, wenn die Larve am Ende ihrer Entwicklung einen Kokon spinnt.
Die an eine große dunkle Florfliege oder Kleinlibelle erinnernde Imago der Gewönlichen Ameisenjungfer (Myrmeleon formicarius) ist als dämmerungs- & nachtaktiver Netzflügler zwar kein "gewöhnlicher" Anblick; die Fangtrichter ihrer Larven, der im Sand versteckt lauernden "Ameisenlöwen", hingegen sind nicht selten und örtlich durchaus "gewöhnlich", sogar im städtischen Siedlungsraum.
Von der Geflecktflügeligen Ameisenjungfer (Euroleon nostras) läßt sich die Gewöhnliche Ameisenjungfer vor allem durch zwei Merkmale unterscheiden: die ungefleckten transparenten Flügel der Imago und den überwiegend schwarzen Kopf der Larve.
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| Gemeine/Gewöhnliche Ameisenjungfer (Myrmeleon formicarius) · nn, 01.07.2026 |
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| Ameisenjungfer (Myrmeleon formicarius) in gelblichbrauner Winterfärbung · Solingen, 28.03.2004 |
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Ameisenjungfer (Myrmeleon formicarius) auf einer Hand · Solingen, 06.04.2007 |
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