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Waldkauz – Strix aluco

Waldkauz
Waldkauz (Strix aluco) 
Kurzportrait
Artname: Strix aluco (Scopoli, 1769) – Waldkauz
Systematik: Ordnung: Strigiformes (Eulen) > Familie: Strigidae (Echte/Eigentliche Eulen) > Gattung: Strix (Waldkäuze) > Art: Strix aluco (Waldkauz)
Merkmale: ähnlich groß wie eine Ringeltaube, durch lockeres Gefieder und den großen runden Kopf etwas größer wirkend, KRL: 40–42 cm, geringer Geschlechtsdimorphismus: Gewicht des Weibchens: Ø 560 g, Männchen: Ø 440 g. Gefieder weißlich und hell- bis dunkelbraun gestrichelt. Der deutliche beigebraune "Gesichtsschleier" ist dunkel eingerahmt, oben mittig mit zwei weißen Streifen; Federohren fehlen. Schnabel stark gekrümmt, meist schwefelgelblich mit hornfarbener oder hellgrauer Basis.
Verbreitung: Europa bis Nordafrika und Klein- und Mittelasien (Iran und Westsibirien); Standvogel.
Lebensraum: reich strukturierte Landschaften: lichte Wälder und offenes Terrain mit Baumgruppen.
Nahrung: Säugetiere (Echte Mäuse, Wühlmäuse, Ratten, Kaninchen, Eichhörnchen), Vögel, Spitzmäuse, Amphibien, Käfer, Würmer.
Lebensweise: überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, Jagd im Suchflug oder von niedrigen Ansitzwarten aus; standorttreu im Revier.
Fortpflanzung: Anpaarung (Herbstbalz) im Oktober–November, 2. Balzphase Januar–März. Nistplätze in Baumhöhlen, Felsnischen, alten Krähen- und Greifvogelnestern, sogar Kaninchenbauten. Gelege: 2–4 (1–7) Eier, ca.–4,7 cm lang, Durchmesser 3,9 cm, weißlich, glatt und glänzend; Brut durch das Weibchen, Dauer Ø 28–30 Tage, Schlupf in den Abständen der Eiablage. Das W. hudert die Jungen die Jungen während der ersten 10 Tage und füttert sie unter seinem Bauch mit der Beute des M., anschließend Jagd durch beide Eltern. Ästlingsphase nach 1 Monat, erste Ausflüge nach 7 Wochen, selbständig nach ca. 3 Monaten.
Freßfeinde: größere Eulenarten (Uhu, Habichtskauz), Greifvögel (Habicht, Mäusebussard), Säugetiere (Baummarder, Fuchs, Katzen).
Mortalität: Da der Waldkauz als Standvogel sein Revier auch im Winter nicht verläßt, können seine Bestände in naßkalten, schneereiche Perioden Einbußen erleiden, wenn der Jagderfolg ausbleibt.

Der Waldkauz ist eine mittelgroße Eule und in Mitteleuropa zusammen mit der Waldohreule (Asio otus) unsere häufigste Eulenart. Aufgrund seiner nächtlichen Lebensweise ist er den meisten Menschen nur dem Namen nach bekannt: Nur selten bekommt man wildlebende Waldkäuze zu Gesicht. Eher findet man ihn als Unfallopfer unseres Straßenverkehrs oder von Swimmingpools, Regentonnen etc. Zudem ist er die Quelle des "Huh-Huhuhu-Huuuh", das schon manchem der Natur entwöhnten Nachtwanderer ein unheimliches Gefühl beschert hat und auch in Fernsehkrimis gerne als akustischer Schaudereffekt eingesetzt wird. Für 2017 haben der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) den Waldkauz zum "Vogel des Jahres" gekürt.

Steinkauz (Strix aluco)   Steinkauz (Strix aluco)
Waldkauz (Strix aluco) in dere Voliere   · Troisdorf-Altenrath, Wahner Heide, 2.8.2014

Waldkauz (Strix aluco)
Waldkäuze (Strix aluco) in der Biologischen Station Wahner Heide · Troisdorf-Altenrath, 2.8.2014

Literatur: Verweise:

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