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Nilgans – Alopochen aegyptiacus

Nilgans Kurzportrait
Artname: Alopochen aegyptiacus (Linnaeus, 1758) – Nilgans
Systematik: Ordnung: Anseriformes (Gänsevögel) > Familie: Anatidae (Entenvögel) > Unterfamilie: Anserinae (Gänse) > Tribus: Anserini ("Echte Gänse") > Gattung: Branta (Meergänse) > Art: Alopochen aegyptiacus (Nilgans).
Merkmale: mittelgroß ohne Geschlechtsdimorphismus; auffallend bunt (braun-weiß-schwarz) gefärbt: Kopf & Hals struppig & weißbraun meliert, brauner Halskragen, großer kastanienbrauner Augenfleck, Iris rot, Schnabel blaßrot bis tiefrot mit schwarzem Rand; Unterseite blaßgrau mit kastanienbraunem Brustfleck, Schulter & Rücken rotbraun bis grau, Flügeldecken weiß, Armschwingen metallisch grün, Handschwingen, Bürzel & Schwanz schwarz; Beine lang & rosa bis fleischfarben; im Flug fällt ein großes weißes Armflügelfeld auf.
Verbreitung: Afrika südlich der Sahara mit Schwerpunkt in Ostafrika. In Europa als Ziergeflügel Ende des 18. Jahrhunderts eingeführt, seit 1967 langsame Ausbreitung im deutschsprachigen Raum von den Niederlanden aus.
Lebensraum: mittlere bis größere Gewässer mit Weideareal inklusive Getreidefeldern in der Nähe; Kulturfolger.
Nahrung: Gräser, Sumpf- und Wasserpflanzen.
Lebensweise: schwach sozial, monogam; Zugvögel (mittleres und nördliches Amerika), Standvögel und Teilzieher (südliche USA), ähnliches gilt für Europa; an Gewässer gebunden. Zur Brutzeit sehr territorial und aggressiv gegenüber anderen Entenvögeln.
Fortpflanzung: Nestbau versteckt im Röhricht oder auf Bäumen, manchmal in Greifvogel- oder Krähennestern. Gelege: weiße Eier, Brutdauer: ca. 30 Tage, flügge mit 9–10 Wochen.
Prädatoren: Füchse, Wölfe, Katzen, Marder, Greifvögel; Abschüsse: unterliegt dem deutschen Jagdrecht.

Die Nilgans ist eigentlich ein Brutvogel Afrikas, wo sie praktisch alle Gewässertypen besiedelt. Bereits in der griechischen und römischen Antike war sie in Europa wohlbekannt, und heute noch ist sie auf altägyptischen Gemälden aufgrund ihrer charakteristischen Färbung zu erkennen und zu bewundern. In Mitteleuropa wurde sie angeblich schon im 17., spätestens aber im 18./19 Jahrhundert eingeführt und zunächst nur in Parks und später auch Zoos gehalten, um schließlich in die freie Wildbahn zu entkommen. Die ersten, zunächst sporadischen Brutnachweise gehen hier auf die 1960er Jahre zurück, und noch 1985 gibt das Kompendium der Vögel Mitteleuropas, Nonpasseriformes für Deutschland an: "offenbar bis jetzt höchstens einzelne Bruten". Seit der Jahrtausendwende aber breitet sich Alopochen aegyptiacus zügig in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus aus. Als Kulturfolger ist die Nilgans mittlerweise in vielen Parkanlagen zu sehen, wo Spaziergänger immer wieder auch Zeuge ihres aggressiven Verhaltens gegen andere Wasservögel werden.

Nilgans, W   Nilgans, W
Nilgans (Alopochen aegyptiacus)   Nilgans am Rheinufer · Leverkusen, 3.8.2013

Nilgans, W + 10 K.
Nilgans (Alopochen aegyptiacus) · Neuss, Insel Hombroich, 11.9.2016
Nilgans, W + 10 K.

Nilgans   Nilgans, M
Nilgans (Alopochen aegyptiacus) · 12.3.2017   Nilgans · Solingen, Ohligser Heide, 12.3.2017

Literatur: Verweise:

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