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Trauerschwan – Cygnus atratus

Trauerschwan Kurzportrait
Artname: Cygnus atratus (Latham, 1790) – Trauerschwan, Schwarzschwan
Systematik: Ordnung: Anseriformes (Gänsevögel) > Familie: Anatidae (Entenvögel) > Unterfamilie: Anserinae (Gänse) > Tribus: Cygnini (Schwäne) > Gattung: Cygnus (Schwäne) > Art: Cygnus atratus (Trauerschwan) > Unterarten: Cygnus atratus atratus (Australischer Trauerschwan), † Cygnus atratus sumnerensis (Neuseelandschwan).
Merkmale: KRL bis 140 cm, Flügelspannweite 160–200 cm; Gewicht: ca. 6 kg (M.) bzw. ca. 5 kg (W.), längster Hals aller Schwäne; Geschlechtsdimorphismus nur durch die etwas geringere Körpergröße und den etwas kürzeren Hals & Schnabel des W.; Schnabel & Iris beider Geschlechter leuchtend rot orangerot, Gefieder bis auf die (nur im Flug sichtbaren) weißen Schwungfedern schwarz, gelockte Federn an den Flügelrändern; Beine schwarz.
Verbreitung: ursprünglich Australien einschließlich Tasmanien, in Neuseeland und 1791 in Großbritannien eingeführt, später in Frankreich und den Niederlanden, von dort Ausbreitung in Deutschland; auch in den USA als Parkvogel & Gefangenschaftsflüchtling.
Lebensraum: gemäßigte bis subtropische Zone, Flu▀mündungen, geschützte Buchten, Seen, Überschwemmungsflächen der australischen Regenzeiten, ruhig fließende Flüsse.
Nahrung: im Wasser Sumpf- & Wasserpflanzen & Algen, am Ufer Blätter & Gras.
Lebensweise: kein Zugvogel, aber in Australien nicht territorial, sondern – wie viele Vogelarten des outback – regional (abhängig von Regenfällen, Überschwemmungsflächen & billabongs); monogam; Koloniebrüter.
Fortpflanzung: Brut im Frühjahr, selten im Winter; Nesthügel, der jedes Jahr ausgebessert wird; Gelege: 4–8 blaßgrüe Eier, Brutzeit: 5–6 Wochen, Bebrütung durch beide Geschlechter: 38 Tage; flügge: nach ca. 5 Monaten, geschlechtsreif: nach 2,5–3 Jahren.
Prädatoren: wildernde Hunde, Katzen, Greifvögel; menschlicher Vandalismus, Vergiftung durch Bleischrot & Angelblei, Stromleitungen.

Der Trauerschwan heißt auch und passender "Schwarzschwan", da er natürlich nicht trauert, aber bis auf den roten Schnabel völlig schwarz erscheint, wenn er ruht oder schwimmt; erst im Flug zeigt er seine weißen Schwungfedern; im Vergleich zum Höckerschwan ist er etwas kleiner und leichter. Wohl aufgrund seiner ungewöhnlichen, attraktiven Färbung wurde der Exot aus dem fernen Australien schon im 18. Jahrhundert in England eingeführt und zunächst in Parks und Zoologischen Gärten gezeigt. Seit Ende des 20. Jahrhunderts ist er in geringer Zahl auch in Deutschland immer öfter freilebend auf öffentlichen Gewässern zu sehen und vermehrt sich dort auch.

Trauerschwan   Trauerschwan
Trauerschwan (Cygnus atratus) · D'dorf, 3.4.2017   Trauerschwan · Düsseldorf, 3.4.2017

Trauerschwan
Trauerschwan bzw. Schwarzschwan (Cygnus atratus) · Düsseldorf, Innenstadtgewässer, 3.4.2017

Trauerschwan gründelnd 1   Trauerschwan gründelnd 2
Trauerschwan beim Gründeln · D'dorf, 3.4.2017   Trauerschwan (Cygnus atratus) · D'dorf, 3.4.2017

Trauerschwäne
Ein Paar Trauerschwäne (Cygnus atratus) · Düsseldorf: Innenstadtgewässer an der "Kö", 3.4.2017

Literatur: Verweise:

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